Titel: Nachweis der Salpetersäure im Trinkwasser durch Goldpurpur.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1876, Band 220/Miszelle 14 (S. 384)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj220/mi220mi04_14

Nachweis der Salpetersäure im Trinkwasser durch Goldpurpur.

Zur Prüfung von Trinkwasser auf Salpetersäure bringt man nach A. Vogel (Chemisches Centralblatt, 1876 S. 167) 10 bis 15cc des zu untersuchenden Wassers in eine kleine Porzellanschale und setzt echte Goldplättchen und einige Cubikcentimeter reiner Salzsäure hinzu. In der Kälte zeigt sich keine Veränderung, beim Kochen aber und Abdampfen bis auf ein geringes Volum bemerkt man bei Gegenwart von Salpetersäure ein theilweises Verschwinden der Goldplättchen und eine gelbliche Färbung der Flüssigkeit. Man verdünnt den Abdampfrückstand mit etwas destillirtem Wasser und filtrirt von dem ungelösten Blattgolde ab. Je nach der Menge der im Wasser enthaltenen Nitrate wird das Filtrat auf Zusatz von Zinnchlorür mehr oder weniger roth gefärbt. Bei Spuren von Salpetersäure bildet sich erst noch nach einigen Tagen ein schwach hellrother Bodensatz. Bleibt der Absatz auch nach längerm Stehen vollkommen weiß, so war das Wasser völlig frei von Nitraten.

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