Titel: Ueber die antiseptischen Eigenschaften der Borsäure und des Borax.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1876, Band 220/Miszelle 9 (S. 478)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj220/mi220mi05_9

Ueber die antiseptischen Eigenschaften der Borsäure und des Borax.

Nach dem englischen Patente von A. Herzen werden 150g Borsäure, 30g Borax, 15g Kochsalz und 5g Salpeter in 2l Wasser gelöst. In diese Lösung wird das zu conservirende Fleisch 24 bis 36 Stunden eingelegt und dann in Fässer verpackt (vgl. 1875 218 86).

Schnetzler (Comptes rendus, 1876 t. 82 p. 513) macht auf die antiseptischen Eigenschaften des Borax aufmerksam. Nach einem Briefe von Robottom vom 25. December 1876 befindet sich im südlichen Californien ein Lager von borsaurem Natrium, begleitet von borsaurem Calcium und schwefelsaurem Natrium. Chinesische Arbeiter laugen die boraxhaltige Erde mit siedendem Wasser aus und lassen die concentrirten Lösungen in eisernen Gefäßen krystallisiren. Die erhaltenen Krystallkrusten enthalten 99,75 Proc. Natriumborat und 0,25 Proc. Unreinigkeiten. Sie werden von San Francisco nach Liverpool gebracht und namentlich in englischen Porzellanfabriken verwendet.

In einer boraxhaltigen Erdschicht fand Robottom den Cadaver eines Pferdes, welcher trotz der großen Hitze von 45° nach viermonatlichem Liegen noch vollkommen gut erhalten war.

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