Titel: Steinkohlengas als Brennmaterial.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1876, Band 220/Miszelle 4 (S. 562)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj220/mi220mi06_4

Steinkohlengas als Brennmaterial.

Bei Gelegenheit eines Vortrages über die Verbrennung von Steinkohlengas und die Structurtheorie der Flammen, welchen kürzlich John Wallace in der Society for Promotion of Scientific Industry hielt, zeigte und erläuterte derselbe einen Gasofen mit 12 Brennern, jeder von 25mm Durchmesser (vgl. *1875 218 204). Diese Brenner waren an einen flachen, gußeisernen Kasten befestigt, welcher sie mit Gas versorgte. Der Ofen gehörte unter einen Dampfkessel, welcher zum Betrieb dreier Buchdruckerpressen diente und stündlich für etwa 4 Pf. Gas consumirte. Die Verbrennungsproducte stiegen durch die Röhren aufwärts nach dem Kessel, wurden dann an der äußern Seite desselben durch einen Mantel hinabgeleitet und entwichen durch einen unterhalb des Kessels befindlichen Feuercanal, so daß die ganze Kesselfläche für die Heizung verwerthet wurde. Da die Geschwindigkeit des Zuges von dem Temperaturunterschied der in den Röhren aufsteigenden und den im Mantel niedersteigenden Gase abhängig war, so machte diese Einrichtung ein Register entbehrlich. Seit Einführung dieses Ofens brauchten die Röhren nie ausgeputzt zu werden, ein Beweis für die Vollständigkeit der Verbrennung, während früher bei einem andern vom Zuge im Schornstein abhängigen Ofen die ganze Heizfläche in regelmäßigen Zeiträumen geputzt werden mußte. (Nach dem Engineering and Mining Journal, 1876 Bd. 21 S. 37.)

P.

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