Titel: Müller-Melchiors, Notizen von der Weltausstellung in Philadelphia 1876.
Autor: Müller‐Melchiors,
Fundstelle: 1876, Band 221 (S. 289–302)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj221/ar221081

Notizen von der Weltausstellung in Philadelphia 1876; von Ingenieur Müller-Melchiors.

Mit Abbildungen auf Tafel VII.

(Fortsetzung von S. 205 dieses Bandes.)

11. Dampfmaschine mit automatischer Expansion von Hampson, Whitehill und Comp. in New-York. (Fig. 1 und 2 [a/1].)

Die Dampfmaschinen sind unter allen Objecten der Maschinenhalle entschieden am schwächsten vertreten, und wenn wir interessante Novitäten nach dem Muster der prachtvollen Wiener Ausstellungsobjecte suchen wollten, wäre jede Mühe vergebens. Von fremden Ländern ist England nur durch eine recht veraltete Säulenmaschine mit Balancier, verticalem Cylinder und bekannter Anordnung der Corlißsteuerung und durch eine Robertson'sche Maschine (* 1871 199 433), die zum Betrieb einer Vacuum-Luftpumpe dient, vertreten. Frankreich hat einige Locomobilen, Deutschland außer einer verunglückten rotirenden Maschine absolut nichts ausgestellt, und Belgien allein von allen europäischen Staaten steht durch zwei vortrefflich ausgeführte liegende Maschinen von Van den Kerchove in Gent würdig vertreten da. Von denselben ist die eine zweicylindrig mit der sogen. neuern Corlißsteuerung von 1867 (vgl. * 1874 214 272), die zweite eincylindrig mit Rider-Steuerung (* 1870 195 486. * 1874 212 183); keine von beiden bietet Anlaß zu weitern Bemerkungen.

Wenn wir noch Canada erwähnen, welches eine recht nette liegende Maschine mit Expansionssteuerung und eine oscillirende Maschine der abenteuerlichsten Construction ausgestellt hat, so bleibt uns nur noch Amerika als Vertreter des Dampfmaschinenbaues auf der Weltausstellung übrig. Hier ist vor allem die Corliß-Company anzuführen, welche die große verticale Balanciermaschine aufgestellt hat, die als Hauptmotor zum Betrieb der Ausstellung dient, deren Beschreibung, sowie einiger andern Ausstellungsobjecte derselben Firma wir uns jedoch bis nach dem |290| Besuch ihrer Werkstätten in Providence aufsparen wollen. Außer diesen aber ist die Zahl interessanter amerikanischer Maschinen eine höchst beschränkte; viele in äußerst roher Ausführung mit unveränderlicher Steuerung und von etwa 50 stabilen Ausstellungsmaschinen kaum 20 mit variabler Expansion. Und wie die automatische Regulirung von manchen Köpfen aufgefaßt wird, geht in ergötzlicher Weise aus der vom Erfinder gelieferten Beschreibung einer gleichfalls ausgestellten Duplex-Auxiliary-Engine hervor, welche wir hier wörtlich nachfolgen lassen:

„Der rechte Cylinder (dieser zweicylindrigen liegenden Maschine) wirkt als Unterstützung für den linken, sobald die verlangte Arbeit mehr ist, als dieser allein bewältigen kann. Auf diese Weise braucht der rechtsseitige Cylinder (dessen Kolben aber fortwährend mitgeht!) keinen Dampf, außer wenn dies durch Vermehrung der Arbeit erforderlich ist, worauf der Dampfzutritt zu demselben durch den Regulator eröffnet wird.“

In den Skizzen Fig. 1, 1a und 2 ist eine der wenigen rationell durchgeführten automatischen Expansionsregulirungen dargestellt, welche daher hier, wenn auch nicht als wesentlich neu, mit einigen Worten besprochen werden soll. Sie ist an einer Maschine von Hampson, Whitehill und Comp. in New-York angebracht, mit 406mm Cylinderdurchmesser und 813mm Hub, und ist von E. Penny im J. 1874 patentirt worden.

Die Dampfvertheilung findet durch einen Grundschieber, die feste Expansion durch einen Rückenschieber statt, welche beide von Excentern angetrieben werden. Auf diesem Rückenschieber, welcher gleichfalls mit durchgehenden Canälen, wie der Grundschieber, angeordnet ist, liegen zwei Platten, welche durch Zugstangen, die an den Enden eines doppelarmigen Hebels angreifen, mit einander verbunden sind. Der doppelarmige Hebel schwingt um einen fix gelagerten Zapfen und kann in der aus Figur 2 ersichtlichen Weise vom Regulator aus verdreht werden derart, daß bei wachsender Geschwindigkeit die Platten aus einander geschoben werden und bei verminderter Tourenzahl näher zusammen kommen. Dies hat denselben Effect auf den Expansionsschieber, wie die Veränderung der äußern Ueberdeckung bei einem einfachen Dampfschieber, so daß hierdurch in wirksamer Weise die Expansion erhöht, beziehungsweise vermindert wird. Der Regulator, dessen Zugstange durch die untere Wand des Schieberkastens geht und hier mit einem Katarakt verbunden ist, functionirt recht empfindlich, was durch die kleinen Dimensionen der Expansionsplatten, die als Rostschieber construirt sind, wesentlich erleichtert wird; von dem Einfluß, welchen die Bewegung des Expansionsschiebers auf die an denselben gepreßten Platten ausübt, ist der |291| Regulator vollkommen entlastet, da sich die hieraus folgende Bewegungstendenz der beiden Platten an den zwei Armen des Winkelhebels aufhebt.

12. Katzenstein's Metallpackung für Stopfbüchsen. (Fig. 3 [c/2].)

Diese Metallpackung besteht, wie aus Figur 3 ersichtlich, aus einer Anzahl doppelt- oder einfachconischer Metallringe1), welche aus je zwei Theilen bestehend mit versetzten Stößen in die Stopfbüchse eingelegt werden. Auf den obersten Ring wird noch eine schwache Lage von gewöhnlicher Hanf- oder Asbestpackung aufgelegt und dann die Stopfbüchse mit den Schrauben mäßig angezogen. Die zweitheiligen Ringe sind aus einer eigenthümlichen Weißmetall-Legirung hergestellt, welche sich unter der keilartigen Wirkung der auf einander gepreßten conischen Theile fest an die Stange anlegt, ohne dieselbe anzugreifen. Die oberste Lage von Hanfpackung dient dazu, eine gewisse Elasticität zu geben und das in der Stopfbüchse gebildete Condensationswasser abzudichten, und muß zeitweise erneuert werden, während der Metallpackung selbst eine unbeschränkte Dauer zugesprochen wurde. Zahlreiche Belege von hervorragenden amerikanischen Firmen werden zur Erhärtung dieser Behauptung vorgelegt; gleichzeitig soll eine wesentliche Verminderung der Reibungsarbeit mit dieser Metallpackung erzielbar sein.

13. Schmierbüchse und Probirhahn von L. F. Smith in Philadelphia. (Fig. 4 bis 6 [c/1].)

Die hier zu beschreibenden Armaturen zeichnen sich durch eine ingeniöse Einfachheit aus.

Die Schmierbüchse ist zwar nicht neu, sondern nach R. Jacobi's System2) aber mit Ventilen statt Hähnen oder Schrauben ausgeführt und in der amerikanischen Form in Figur 4 ersichtlich. Durch das Ventil A tritt der Dampf in das central aufsteigende, stellbare Röhrchen, condensirt im obern Theil der Schmierbüchse und verdrängt die entsprechende Menge Oel, welches durch A tropfenweise in den Cylinder gelangt. Um direct zu schmieren, dient das Ventil B, auf dessen Griffrädchen eine Eintheilung angebracht ist, nach welchem die Zahl der pro Minute in den Cylinder eintretenden Oeltropfen regulirt wird. Auf diese Weise kann das Oelgefäß zur Schmierung sowohl direct, als auch nach dem Condensationsprincip benützt werden.

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Der Probirhahn (Fig. 5 und 6) besteht aus einem Rohre A, welches horizontal in die Kesselwand eingeschraubt wird und an seinem vordern Ende den Drehungspunkt für einen Hebel h bildet, welcher mit einem Gewichte g belastet ist und durch dasselbe gegen die vordere Oeffnung des Rohres A angepreßt wird. Die betreffende Fläche ist mit einem Kautschukstreifen bedeckt und erzielt damit den dichten Schluß der Austrittsöffnung des Probirhahnes. Zum Oeffnen desselben wird das Gewicht g emporgehoben, wie aus Figur 6 ersichtlich, worauf Dampf resp. Wasser aus dem Probirwechsel ausströmt und durch die eigenthümliche Gestalt des Hebels h nach unten abgelenkt wird, so daß der Arbeiter nicht beschädigt werden kann. Sobald der Kautschuk an der Dichtungsstelle abgenützt ist, hat man nur das an dem Hebel befindliche Kautschuckband bb etwas vorzuziehen, um einen frischen Theil desselben zum Verschluß der Oeffnung zu verwenden. Diese Probirwechsel sind besonders bemerkenswerth wegen ihres niedern Preises (2 Dollars = 7 1/2 M. pro Stück), wegen ihrer bequemen Reinigung und durch die einfache Art der Erneuerung der Abschlußdichtung.

14. Harrison's Sicherheitskessel. (Fig. 7 bis 11 [b/1].)

Unter den ausgestellten Dampfkesseln sind hauptsächlich die sogen. Sicherheitskessel verschiedener Systeme bemerkenswerth, deren Construction zwar durchaus auf bereits länger bekannten Principien beruht, die aber immerhin manche interessante Details aufweisen. Zu den hervorragendsten dieser Sicherheitskessel gehört Harrison's kugelförmiger Kessel, welcher in Figur 7 in der Seitenansicht, Fig. 8 bis 11 in verschiedenen Details dargestellt ist. Die „Sicherheit“ wird hier dadurch erreicht, daß der ganze Kessel aus Elementen von je zwei oder vier gußeisernen Kugeln zusammengesetzt ist, welche bei einem Durchmesser von nur 200mm nicht stärker als 6mm,5 zu sein brauchen, um den höchsten Pressungen zu widerstehen, so daß insoferne diese Kessel ihren Namen mit vollem Recht verdienen, um so mehr als selbst das Springen einer Kugel nicht die zerstörenden Folgen haben kann, als das Zerreißen einer Kesselplatte. Die Herstellung dieser Kugeln aus Gußeisen, welche von unserm europäischen Standpunkte aus als ein unüberwindliches Hinderniß gegen die Einführung solcher Kessel erscheint, wird hier im Gegentheile als ein wesentlicher Vorzug derselben gerühmt und hat ihnen eine weite Verbreitung verschafft, nachdem von der Ansicht ausgegangen wird, daß ein vorsichtig geleiteter und geprüfter Guß mindestens ebenso sicher ist, wie irgend ein System der Vernietung oder Schweißung, während anderseits das Gußeisen den zerstörenden Einflüssen des Wassers und der Heizgase entschieden |293| besser widersteht als jedes andere Constructionsmaterial. Dagegen theilen die Harrison'schen Kugelkessel den Nachtheil aller Sicherheitskessel eines geringen Wassergehaltes und unverhältnißmäßig kleiner Verdampfungsoberfläche und sind speciell für die innere und äußere Reinigung der Kugelelemente noch unbequemer disponirt als die Sicherheitskessel mit geraden horizontal, vertical oder diagonal gestellten Röhren.

Die Gestalt der einzelnen Kugelelemente ist aus Figur 8 im. Verticalschnitt und Figur 10 im Horizontalschnitt ersichtlich; es ist dabei zu bemerken, daß der Hals, welcher je zwei Kugeln mit einander verbindet, auf die doppelte Fleischstärke der Kugelwände verdickt ist (1/2 Zoll = 13mm). Es geschah dies, nachdem zahlreiche Erfahrungen nachgewiesen hatten, daß hier der schwächste Punkt des Kessels liegt, und nachdem man vergeblich versucht hatte, denselben, statt durch Verdickung, mittels quergegossener Rippen zu verstärken.

Die Kugelelemente werden auffallenderweise nicht mit getrocknetem Kerne, sondern in zweitheiligen Formen vollständig aus nassem Formsand (green sand) eingeformt und so gegossen. Es wird auf diese Art ein außerordentlich regelmäßiger Guß erzielt, welcher allein die Anwendung so geringer Wandstärken möglich macht, während bei der Kerngießerei sowohl durch das Werfen des Kernes, als beim Einsetzen desselben immer größere oder geringere Ungenauigkeiten auftreten.

Die so gegossenen Kugeln werden in einer Schüttelvorrichtung, in welche sie mit kleinen eisernen Kugeln verpackt werden, vollständig blank geputzt3), und die Enden in eigenen Specialmaschinen, welche den vollkommenen Parallelismus beider Seiten sichern, in einem Aufspannen ausgefräst, um die in Figur 11 vergrößert dargestellten Dichtungsflächen herzustellen. Dann wird eine beliebige Anzahl solcher Elemente in der aus Figur 7 ersichtlichen Weise zu einer Wand zusammengesetzt, oben und unten mit Kappen verschlossen (Fig. 8 und 9) und Eisenbolzen von 1 1/8 Zoll (29mm) Durchmesser durchgezogen. Dieselben werden durch Verdrehung um 90° in zwei Nasen des untern Verschlußstückes festgehalten und über dem obern Verschlußstücke durch eine Mutter genügend angezogen, um alle Dichtungen zu schließen; bei Spannung über 850 Pfund (ca. 58at) sollen sich diese Stangen genügend ausdehnen, um die Dichtungen zu öffnen und den Dampf entweichen zu lassen, und auf diese Art als Sicherheitsventil wirken. – Die äußerste der obern Verschlußkappen hat eine quergestellte Kugel angegossen, mittels welcher eine beliebige Zahl solcher Kugelwände zusammen verbunden worden können; durch ein |294| aufgeschraubtes Ventil findet hier die Dampfentnahme statt. Ebenso sind an den untern Verschlußkappen die einzelnen Kugelwände mit einem gemeinsamen Speiserohr verbunden.

Der ganze Kessel ruht am obern Ende auf einem Querträger in der vordern Kesselmauer und außerdem auf einer Reihe von Kugelschalen c, welche auf der Feuerbrücke aufgesetzt sind. Die Anordnung des Wasserstandsglases und des Rostes sowie der Gang der Heizgase, welche durch einen Deflector d nach abwärts geleitet werden, ist aus Figur 7 klar ersichtlich; der in den obern Kugeln enthaltene Dampf ist hier der directen Einwirkung der Heizgase ausgesetzt und soll damit überhitzt werden.

Die Harrison'schen Kessel können von beliebiger Größe aus stets gleichartigen Kugelelementen (12 Kugeln für eine Pferdekraft) zusammengesetzt werden – ein Umstand, welcher bei keinem andern Kesselsysteme vorhanden ist und eine billige und gute Herstellung derselben in hohem Grade befördert.

15. Automatische Kesselspeisung, System Macabies. (Fig. 12 und 13 [c.d/1].)

Die von M. Macabies (20, rue de la Chapelle in Paris) ausgestellte, in einer ältern Anordnung in diesem Journal, *1872 206 337 bereits beschriebene Speisevorrichtung hat den Zweck, eine continuirliche und selbstthätige Speisung des Kessels hervorzubringen und gleichzeitig als Speisepumpe, Sicherheitsschwimmer und Wassermesser zu functioniren. Fig. 12 und 13 stellen die innere Einrichtung dieses Apparates dar, dessen Wirkungsweise wesentlich darin besteht, daß Kesseldampf direct auf das Speisewasser wirkt, um dasselbe in den Kessel einzuführen, und daß der Zufluß des Kesseldampfes je nach dem Wasserstand im Kessel rascher oder langsamer erfolgt und hierdurch die Geschwindigkeit der Speisung regulirt.

Das Gefäß A (Fig. 12) ist der Cylinder, in welchen das Speisewasser durch das Ventil s aus einem erhöhten Reservoir eintritt und durch den Speisekopf d in den Kessel gedrückt wird. C ist der Steuercylinder, in welchen der Kesseldampf durch die Oeffnung a einströmt (Fig. 13) und aus dem der gebrauchte Dampf durch die Oeffnung c entweicht, um zur Vorwärmung des Speisewassers benützt zu werden. Das bei a einmündende Dampfrohr ragt mit seinem andern Ende bis zur Linie des normalen Wasserstandes in den Kessel hinein, erhält somit nur so lange vollen Dampfzufluß, als dieser Wasserstand nicht überschritten ist, und regulirt damit die Speisung des Kessels.

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Außer den Oeffnungen a und c besitzt der Steuercylinder C noch eine Oeffnung b, in Figur 12 punktirt, in Figur 13 im Schnitt angedeutet, welche durch den Canal b' und die Oeffnung o (Fig. 12) direct mit dem Pumpencylinder A communicirt und je nach der Stellung des in C befindlichen Steuerkolbens k k entweder frischen Dampf nach A einströmen oder den in A enthaltenen Dampf ausströmen läßt. Im letztern Falle tritt das im erhöhten Speisereservoir befindliche Wasser vermöge seines Ueberdruckes durch das Ventil s in den Cylinder A ein und erfüllt denselben bis zur Linie xx, worauf die Umstellung des Steuerschiebers kk erfolgt und wieder frischer Kesseldampf nach A eintritt. Der das Gefäß A abschließende Speisekopf d steht sodann auf beiden Seiten unter dem gleichen Drucke des Kesseldampfes und wird daher durch den Ueberdruck der in A enthaltenen Wassersäule geöffnet, so daß das Speisewasser in den Kessel einströmt, bis A zur Ebene yy herab entleert ist, worauf eine neuerliche Umstellung des Steuerschiebers erfolgt, der über A enthaltene Dampf entweicht und neues Wasser nachdrängt. Die Bewegung des Wassers in A bringt gleichzeitig einen Schwimmer B zum Auf- und Niedersteigen, welcher mit Hilfe des doppelarmigen Hebels l, der Zugstange m und des Winkelhebels nn (das Gewicht g an demselben dient zur Ausgleichung des Gestänges) ein Zählwerk z in Thätigkeit setzt, mittels dessen die Zahl der Auf- und Niedergänge des Schwimmers und damit das Volum des gespeisten Wassers bestimmt werden kann.

Es erübrigt somit nur die Beschreibung der Bewegung des Steuerschiebers; zu derselben wird gleichfalls die Bewegung des Schwimmers benützt, indem das kurze Ende des doppelarmigen Hebels l in einen kleinen Kolbenschieber eingreift, welcher dadurch abwechselnd nach oben oder unten geschoben wird, daß der Schwimmer B, welcher in seinen Mittellagen frei über die vom Hebel l herabhängende Stange gleitet, in seiner obersten Endstellung an den Anschlag e, in der untersten Stellung an den Anschlag f derselben anstößt und hierdurch den Hebel l während des letzten Stückes seines Weges mitnimmt. Befindet sich der von l bewegte Kolbenschieber in der Stellung der Figur 12, so tritt frischer Kesseldampf, welcher durch die Oeffnung h einströmt, in das untere Ende des Steuercylinders C ein und bewegt dadurch den Steuerkolben kk nach aufwärts, während gleichzeitig das obere Ende des Steuercylinders durch den kleinen Kolbenschieber mit dem Dampfausströmungscanal in Verbindung gebracht ist. Der Steuerkolben kk kommt daher aus der in Figur 12 und 13 gezeichneten Stellung in seine zweite Position, bei welcher die im Mittlern Theile desselben befindliche Muschel (Fig. 13) |296| den vom Pumpencylinder A kommenden Canal b'b' mit dem Dampfaustritt c verbindet und daher das Nachströmen von Wasser in A gestattet, bis der Schwimmer an den obern Anschlag e anstößt und den kleinen Kolbenschieber mittels des doppelarmigen Hebels l nach abwärts drückt. Dann öffnet der Kolbenschieber den obern Canal des Steuercylinders dem durch die Oeffnung h und eine Bohrung im Innern des Kolbenschiebers eintretenden Kesseldampfe und verbindet das untere Ende des Steuercylinders C mit dem Austritt. In Folge dessen bewegt sich der Steuerkolben wieder nach abwärts und gelangt in die Stellung der Figuren 12 und 13, bei welcher der bei a eintretende frische Dampf quer durch den Steuerkolben hindurch in den Canal b b' strömt und das in A enthaltene Wasser in den Kessel drückt.

Es ist sonach leicht, das regelmäßige Spiel dieses Apparates zu erkennen, der sich speciell dadurch empfiehlt, daß er vorgewärmtes Wasser von jeder Temperatur speisen kann und das in den Kessel eingepumpte Wasser in viel genauerer Weise registrirt, als dies bei gewöhnlichen Pumpen mit Anwendung eines Tourenzählers möglich ist, nachdem hier der Nutzeffect der Pumpe im hohen Grade mit dem Zustande der Kolbenliderungen variirt. Die einzelnen Theile des Apparates sind wohl disponirt und dürften kaum Störungen unterworfen sein; eine praktische Erprobung des Apparates von Macabies hat bis jetzt in der Ausstellung nicht stattgefunden. Für den Fall, als die Dispositionen einer Kesselanlage es nicht gestatten, das Speisereservoir oberhalb des Pumpencylinders A aufzustellen, soll der oben beschriebene Apparat durch eine einfache Modification gleichfalls angewendet werden können.

16. Joshua Heap's Mutterschneidmaschine. (Fig. 14 und 15 [a/2].)

Die Figuren 14 und 15 stellen dieses nette Maschinchen dar, dessen Haupteigenthümlichkeit in der Gestalt des Schraubenbohrers bb besteht; derselbe ist nämlich nicht einseitig eingespannt, sondern hat an beiden Enden ein Vierkant angearbeitet, von denen das eine in dem Futter A, das andere in B eingespannt ist. Beide Einspannfutter A und B werden von der gemeinsamen Spindel ww angetrieben, welche mit zwei Fest- und Losscheiben versehen ist, um bei verschiedenen Bohrerdurchmesser nahezu gleiche Geschwindigkeiten zu erhalten.

Die Bedienung der Maschine ist eine äußerst einfache. Der Schraubenbohrer wird zunächst in dem Futter B eingespannt und auf das linke freie Ende des Bohrers drei oder mehr Muttern, je nach der Höhe derselben, aufgesteckt. Dann wird das Einspannfutter A nach rechts geschoben, |297| drückt dabei die Muttern gegen das Schneidgewinde an, bis die vorderste erfaßt und dadurch vorwärts geschoben wird. Bei dieser Verschiebung der Mutter dreht sich das freibewegliche Rad DD, dessen Kranz nach der Contour der Muttern ausgedreht ist, im Sinne des Pfeiles in Figur 14 und bringt dadurch successive von den übrigen aufgesteckten Muttern eine nach der andern zu dem Theile des Schraubenbohrers, auf welchem die Gewinde aufgeschnitten sind. Dabei rücken die fertigen Muttern nach rechts und drücken endlich das Futter B nach derselben Richtung fort, worauf der Arbeiter das Futter B mittels eines Hebels vollständig nach rechts zu verschieben und die geschnittenen Muttern herunter zu nehmen hat. Hierauf wird B wieder nach links über das Vierkant des Bohrers geschoben, dann das linke Einspannfutter A ausgelöst und frische Muttern aufgeschoben, so daß der Schraubenbohrer thatsächlich continuirlich arbeitet, was bis jetzt mit keiner Mutterschneidmaschine erreicht worden ist. Um dabei den Bohrer vor Erwärmung zu schützen, wird er von einer kleinen, in der Maschine angebrachten Pumpe continuirlich mit Schmiermaterial bespritzt, dessen Reservoir in dem Ständer der Maschine angebracht ist. Die Maschine schneidet Muttern von 1/4 bis 7/8 Zoll englisch (7 bis 23mm), ist mit den entsprechenden Führungsscheiben D (Fig. 14a) für jede Sorte von Muttern versehen und soll 10 Groß viertelzöllige, 4 1/2 Groß fünfachtelzöllige und 3 1/2 Groß siebenachtelzöllige Muttern pro Stunde schneiden.

17. Feuerhydrant von H. Flower and Brothers. (Fig. 16 [d/1].)

An dem von der obengenannten Firma ausgestellten Hydranten ist außer der allgemeinen Anordnung speciell die Vorrichtung zum selbstthätigen Schluß der Hauptleitung bei Entfernung des Hydrantenrohres bemerkenswerth. Letzteres, in Figur 16 mit B bezeichnet, sitzt in einem Fuße A, welcher durch Muffenverbindung an die Hauptleitung angesetzt ist. Das Halsstück von A ist conisch ausgedreht, während das betreffende Ende des Hydrantenrohres B einen conischen Ansatz hat, um welchen in einer eisernen Form, welche genau wie der Hals von A ausgedreht ist, ein Mantel von Weißmetall gegossen ist. In Folge dessen wird die Verbindung zwischen A und B ohne weiteres Dichtungsmittel nur durch mäßiges Anziehen der Schrauben s bewerkstelligt, so daß das Hydrantenrohr bequem von oben eingesetzt, zum Schutze gegen Einfallen von Erde von einem Schutzrohre umgeben wird und somit keinerlei Schachtmauerung erfordert.

Am obern Ende befindet sich die Verschraubung für die Spritzenschläuche |298| sowie das Vierkant der Ventilstange, durch welche das in Führungen gehaltene Absperrventil a gesenkt werden kann, um den Wasserzutritt zu eröffnen. Das Ventil a hat mittels der Mutter c einen Haken angeschraubt, welcher in der Stellung der Figur 16 ein zweites, gleichfalls gerade geführtes Ventil e mit dem erstern verbindet. Beim Oeffnen von a wird auch e nach abwärts bewegt und gestattet somit freien Wasseraustritt von A nach dem Steigrohr B; soll aber letzteres behufs Reparatur abgenommen werden, so läßt sich die Verbindung zwischen a und e lösen. Zu diesem Zwecke werden die Muttern der Schrauben s gelöst, das Rohr B wird etwas gelüftet und dann gedreht, bis eine weitere Drehung durch das Anschlagen der Bolzen s an die für sie ausgesparten Schlitze verhindert wird. Dann aber ist gleichzeitig der am Ventil a befestigte Mitnehmer in eine solche Stellung gekommen, daß er aus einem Schlitze des Ventiles e herausgenommen werden kann, worauf letzteres durch den Druck des Wassers nach aufwärts abgedichtet bleibt, während das Hydrantenrohr B herausgenommen und nach erfolgter Reparatur wieder in ähnlicher Weise eingesetzt werden kann.

Die Ausflußöffnung des Hydranten kann ursprünglich nach jeder beliebigen Richtung gestellt werden, weshalb die Schrauben s in einen losen Ring N befestigt sind; ist aber die Stellung des Auslaufstutzens fixirt, so muß der Ring N durch Klemmschrauben an A befestigt werden, damit die Schrauben s als Anschlag zur Begrenzung der Drehung des Steigrohres B dienen können.

Ein Ablaufventil, um das Hydrantenrohr nach Verschluß des Ventiles a zu entleeren und so vor der Gefahr des Einfrierens zu schützen, ist nicht vorhanden.

18. Eisenbahnwagenrad von Sax und Kear in Pittston, Pennsylvanien. (Fig. 17 und 18 [a.b/2].)

Diese Räder haben, wie sämmtliche amerikanische Eisenbahnräder, einen gußeisernen Radstern; statt daß sie aber, wie dies gewöhnlich geschieht, mit gehärtetem Tyre in Coquillen gegossen sind, oder einen Stahltyre warm aufgezogen haben, sind sie durch Schweißung mit dem Tyre verbunden und zwar, wie die ausgestellten Bruchproben zeigen, mit solcher Vollendung und Festigkeit, daß Gußeisen und Stahl thatsächlich nur einen Körper bilden, dessen zwei Bestandtheile zwar deutlich nach der dunklen Farbe des Gußeisens und der lichten Farbe des Stahls unterschieden sind, aber auf keine Weise von einander getrennt werden können.

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Zur Herstellung dieser Räder wird zunächst der Stahltyre in dem aus Figur 18 ersichtlichen Querschnitt rein ausgedreht, hierauf auf Rothglühhitze angewärmt und in die vorbereitete Form für den gußeisernen Radstern eingelegt, in welche nun Gußeisen eingegossen und so lange flüssig erhalten wird, bis sich die Oberflächen der beiden Materialien mit einander verbinden. Das so hergestellte Rad muß noch einem sorgfältigen Ausglühproceß unterzogen werden, um alle falschen Spannungen zu entfernen, ist aber dann vollkommen verläßlich, wie dies durch zahlreiche Zeugnisse von Bahnen, bei welchen diese Räder seit 5 Jahren im Gebrauch sind, nachgewiesen ist.

Die Vortheile, welche durch Anwendung der Räder mit aufgeschweißtem Tyre erlangt werden, sind hauptsächlich darin zu suchen, daß einerseits weichere und nicht härtende Gußeisensorten zur Herstellung des Radsternes verwendet werden können, als dies bei Schalengußrädern möglich ist, während anderseits der Stahltyre, welcher mit dem gußeisernen Radkranz ein Stück bildet, aus härterm Material gewalzt werden und nahezu bis auf seine ganze Stärke abgedreht werden kann, so daß derartige Räder eine bedeutend größer Dauer besitzen.

19. Henderson's hydraulische Eisenbahnbremse. (Fig. 19 bis 26 [b.c/3].)

Henderson's Bremse, fabricirt von der „Henderson Hydraulic Car Brake Company“ in Philadelphia, bedient sich zum Andrücken der Bremsen des Wassers, welches in einer directwirkenden Pumpe auf der Locomotive mittels Dampfkraft comprimirt wird. Um die Gefahr des Einfrierens zu vermeiden, wird im Winter eine Mischung von je 50 Proc. Wasser und Glycerin angewendet, welche erst bei – 31° zu frieren beginnt und somit in Mittlern Breitegraden vollständig sicher ist. Nachdem dieselbe Flüssigkeit immer wieder gebraucht wird, so sind nur die kleinen, durch Undichtheiten entstehenden Verluste zu ersetzen, so daß durch den Gebrauch der erwähnten Mischung keine besondern Unkosten entstehen. Anderseits gestattet speciell die Verwendung von Wasser zur Krafttransmission die einfachste und effectivste Anordnung der Bremsen – ein Vorzug, welcher in hohem Grade zu Gunsten der Henderson'schen Bremse gegenüber andern continuirlichen Kraftbremsen spricht.

Auf der Ausstellung ist ein Wagenuntergestell mit zwei drehbaren Trucks ausgestellt, um die Anwendung der Henderson'schen Bremse an den gewöhnlichen amerikanischen Eisenbahnwaggons zu zeigen; die complete Ausrüstung des Zuges und der Locomotive ist auf der „West |300| Chester and Pennsylvania Railroad Company“ zu sehen, wo die Bremse seit Mitte 874 in Anwendung steht.

Figur 19 stellt die Anordnung der Pumpe an der Locomotive und die Bremse am Tender in der Ansicht dar, Figur 20 den Tender – oder ganz analog einen sonstigen Bahnwagen – im Grundrisse; Fig. 21 bis 26 zeigen Details der Pumpe, des Druckcylinders und der Kupplungen.

Wie aus Figur 19 ersichtlich ist, erfolgt die Compression des Wassers durch eine Pumpe P (Fig. 21), deren Dampfcylinder durch die Rohre a und b mit dem Gehäuse S des Steuerhahnes (Fig. 22) in Verbindung steht; letzteres ist an den Kessel angeschraubt und enthält einen vom Maschinenführer zu verstellenden Drehschieber s, durch den abwechselnd eines der beiden Rohre a oder b mit Kesseldampf gespeist werden kann, während das zweite mit der Mittlern Ausblasöffnung communicirt. Der Pumpencylinder erhält mittels des Rohres c das Speisewasser aus dem Reservoir W des Tenders und steht am andern Ende durch das Rohr d mit der Druckleitung in Verbindung, welche sich, aus zwei Rohrsträngen r bestehend, unter dem ganzen Train erstreckt, indem die unter jedem Waggon angebrachten Röhren r (Fig. 20) an den Enden durch Kautschukschläuche mit einander verbunden werden, mittels der später zu beschreibenden, in Fig. 25 und 26 dargestellten Kupplung. Von der Röhre r endlich geht an jedem Wagenende ein Kautschukschlauch zu einem Bremscylinder t herab. Derselbe besteht, wie aus den Skizzen Fig. 20, 23 und 24 ersichtlich, aus einem direct an den Bremsbaum geschraubten Gußstück, über welches eine Kautschukplatte gelegt, ein Kolben auf dieselbe aufgesetzt und das Ganze mit einem Deckel verschlossen ist, in welchen der Hals des Kolbens Führung erhält. Mit diesem Kolben ist ein Bügel verbunden, von dem aus zwei Zugstangen zum zweiten Bremsbaum am andern Ende des Truckgestelles führen; wird somit in den mit Wasser gefüllten Röhren rr ein höherer Druck hervorgebracht, so haben Kolben und Bremscylinder die Tendenz aus einander zu gehen und drücken so die Bremsklötze der beiden Bremsbäume mit gleichmäßiger Kraft an die Räder. Wird dann der Pumpenkolben zurückgezogen, so entweicht das Wasser aus den Bremscylindern, Cylinder und Kolben werden durch den Luftdruck wieder zusammen gedrückt, und die Bremsklötze verlassen die Räder. Es erfolgt somit die Bremsung des ganzen Zuges mit einem einzigen Handgriffe des Führers, indem derselbe den Hebel des Drehschiebers s (Fig. 22) nach rückwärts zieht; durch Vorwärtsbewegung dieses Hebels werden die Bremsen wieder außer Thätigkeit gesetzt. Hierdurch wird jede weitere Steuerung der Pumpe entbehrlich gemacht, |301| während bei Luftbremsen bekanntlich eine selbststeuernde Pumpe und ein kostspieliges Druckreservoir unbedingt erforderlich sind.

Die bei der Pennsylvania-Eisenbahn angewendeten Pumpencylinder haben, bei ca. 200mm Bremscylinder-Durchmesser und 10mm Hub der Bremsklötze, einen Durchmesser von 250mm und 300mm Hub; der Durchmesser des Dampfcylinders ist bei den geringen Dampfspannungen der amerikanischen Locomotiven (durchschnittlich nur 8at) etwas größer wie der des Pumpencylinders, um den gewünschten Maximaldruck von 12at im Bremscylinder zu erhalten. In der Endstellung der Figur 21 gestattet der Pumpenkolben den Eintritt von Speisewasser aus dem Reservoir W mittels der Leitung c, um den Verlust durch etwaige Undichtheiten der Leitung zu ersetzen; ebenso ist hinter dem Kolben eine Verbindung zum Reservoir eröffnet, um das durch die Kolbendichtung dringende Wasser in das Reservoir W zurückzuführen. Um die Ausrüstung der Locomotive zu vervollständigen, ist noch ein Wasserdruck-Manometer vor dem Führerstand angebracht, sowie bei manchen Locomotiven eine nach Art der Kniehebelpressen wirkende und mit zwei eigenen Bremscylindern versehene Bremse für die Treibräder.

Die Kupplung zur Verbindung der in den einzelnen Waggons befindlichen Rohrstränge r besteht aus einer am Ende eines Kautschukschlauches angebrachten Hülse mm (Fig. 25 und 26) und einer Büchse n, welche in m mit einem Kautschukringe abgedichtet ist, und durch die in m eingelegte Spiralfeder stets nach auswärts gedrückt wird. Unter dem Einflusse dieser Feder schiebt sich n in der Hülse m nach auswärts, bis es an das unverschieblich gehaltene Ventil v anstößt, durch dasselbe an weiterm Vordringen gehindert wird und einen wasserdichten Abschluß herstellt. Beim Zusammendrücken zweier Kupplungen an den mit Kautschuk armirten Endflächen der Büchsen n weichen dieselben zurück, öffnen damit das Ventil, bis endlich zwei an jeder Hülse m befestigte Federn f über entsprechende Vorsprünge an der andern Hülse einklinken, worauf die Ringe l über die Federn f geschoben werden, so daß die Kupplung geschlossen bleibt und die Abdichtung durch die Kautschukflächen unter dem Einflusse der Spiralfedern erhalten wird. Die Ringe 1 sind durch kurze Ketten mit dem Wagengestell verbunden, so daß sie beim Reißen einer Wagenkupplung früher von den Federn f abgezogen werden, ehe ein Zug auf die Kupplung selbst ausgeübt wird; nach Entfernung der Ringe löst sich dann die Kupplung selbst ohne jeden Widerstand durch den Zug auf, die Büchse n schnellt vor, schließt das Ventil v und die mit der Maschine verbundene Leitung bleibt functionsfähig.

Beim Zusammenstellen eines Zuges werden die Kupplungen des |302| letzten Wagens mit einander verbunden, und die Leitung wird durch das in Fig. 19 und 20 ersichtliche Rohr g aus dem Reservoir W nachgefüllt; um die Luftblasen auszutreiben, wird der Dreiweghahn q, der gewöhnlich die Stellung der Figur 20 inne hat, um 90° nach links gedreht, so daß er mit dem in W einmündenden Rohre h communicirt, und hierauf mit einem Hub der Pumpe das Wasser durch die Leitung getrieben.

Die nach dem hier beschriebenen Systeme hergestellte Ausrüstung einer Locomotive sammt Tender kostet nach Angabe des Hrn. Henderson 240 Dollars (etwa 900 M.); die Ausrüstung eines amerikanischen Wagens mit zwei Trucks 85 Dollars (etwa 315 M.) – Anschaffungspreise, welche im Verhältnisse zu andern continuirlichen Bremsen mäßig sind. Es wird dies durch die einfache Anordnung und billige Herstellung der einzelnen Theile (an den Bremscylindern findet außer dem Bohren der Löcher keine weitere Bearbeitung des rohen Gusses statt) ermöglicht, und aus denselben Gründen ist auch zu erwarten, daß die Bremse in der praktischen Anwendung solid und verläßlich ist, wie dies durch die Erfahrungen der obengenannten Pennsylvania-Eisenbahn durchaus bestätigt wird.

(Fortsetzung folgt.)

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Metallpackungen mit conischen Ringen haben u.a. ausgeführt Fairlie *1871 199 6; Watteeu *1873 208 325.

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Vgl. *1861 159 248. *1863 169 16. *1870 195 388. *197 205. *1872 205 508.

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Eine Scheuertrommel für Gußwaaren ist in diesem Journal, * 1874 213 295 beschrieben.

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