Titel: Ueber die Anwendung der Salzsäure bei der Diffusion.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1876, Band 221/Miszelle 6 (S. 92)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj221/mi221mi01_6

Ueber die Anwendung der Salzsäure bei der Diffusion.

In mehreren Zuckerfabriken ist schon früher bei der Diffusion das sogen. „schlechte Drücken“ beobachtet worden, d.h. eine schwierigere und langsamere Saftcirculation durch die Schnitzelschichten hindurch. Im vorigen Winter hat Erk gesehen, wie nach fast zwei Monate langer normaler Arbeit Ende October das schlechte Drücken so stark eintrat, daß in einer Schicht statt 125t nur 42t,5 Rüben verarbeitet werden konnten.

Es wurde nun auf jede Wärmepfanne von 3000! Inhalt oder 2500k Diffuseurfüllung 1,5 bis 2l rohe Salzsäure von 40 Proc., mit dem gleichen Volum Wasser verdünnt, zugesetzt. Sofort trat völlig normales Drücken ein. Während die Säfte in der Wärmepfanne vorher dunkelschwarz gefärbt waren, wurden sie nach Anwendung der Salzsäure hellgrau. Eine nachweisbare Inversion fand nicht statt. Diese günstige Wirkung des Säurezusatzes scheint darin zu beruhen, daß gewisse organische Stoffe durch die Säure gerinnen und unlöslich werden. (Zeitschrift des Vereins für Zuckerindustrie des deutschen Reiches, 1876 S. 288.)

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