Titel: Darstellung von Platinschwarz.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1876, Band 221/Miszelle 14 (S. 288)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj221/mi221mi03_14

Darstellung von Platinschwarz.

Brunner (1858 150 376) schlug vor, eine verdünnte, mit Salzsäure angesäuerte Platinchloridlösung mit feinvertheiltem Eisen zu reduciren. Hempel (1858 149 444) versetzt die Lösung von Platinchlorid mit Eisenvitriol und Natronlauge, dann mit Salzsäure; das metallisch ausgeschiedene Platin bleibt als schwarzes Pulver zurück.

Nach Zdrawkowitch (Bulletin de la société chimique de Paris, 1876 t. 25 p. 198) wird eine Lösung von Platinchlorid (Pt Cl₄) in Glycerin beim Kochen rasch dunkelroth durch Reduction zu Platinchlorür (Pt Cl₂). Nach einigen Augenblicken bildet sich ein schwarzer Niederschlag von feinvertheiltem Platin, welcher nach dem Auswaschen und Trocknen ein mehr graues als schwarzes Pulver von geringer katalytischer Wirkung bildet.

Ein sehr wirksames Platinschwarz erhält man jedoch auf folgende Art. 15cc Glycerin von 25 bis 27° B. und 10cc Kalilauge von 1,08 spec. Gew. werden zum Sieden erhitzt. Man setzt nun tropfenweise 3 bis 5cc Platinchloridlösung zu, kocht noch einige Minuten, läßt den schwarzen Niederschlag absetzen, wäscht mit heißer Salzsäure und Wasser aus und trocknet. Wendet man mehr Kalilauge an, so beobachtet man oft die Bildung eines Platinspiegels, namentlich bei geringem Erwärmen der Flüssigkeit im Reagirrohr.

F.

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