Titel: Ein Culturversuch mit Fichten in arsenhaltigem und bleihaltigem Boden.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1876, Band 221/Miszelle 9 (S. 286–287)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj221/mi221mi03_9
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Ein Culturversuch mit Fichten in arsenhaltigem und bleihaltigem Boden.

Zur Prüfung der Frage, ob die Gifte des Hüttenrauches der Hüttenwerke zu Freiberg auch im Boden schädlich auf die Vegetation wirken könnten (vgl. 1876 220 88), wurden zwei jüngere Fichten mit dem Ballen ausgehoben und in einen Boden gesetzt, der für die eine Pflanze 0,1 Proc. arsenige Säure, für die andere 0,1 Proc. Bleioxyd enthielt.

Der Bleibaum behielt ein gesundes Aussehen; die ältesten Nadeln desselben hatten bei der Fällung das normale Alter von sieben Jahren erreicht. Beim Arsenikbaume vertrocknete der Wipfeltrieb, die Nadeln wurden gelb und starben ab; die ältesten erreichten nur das Alter von 4 Jahren. Nach der Untersuchung von Klien (Chemische Ackersmann, 1875 S. 248) enthielten Nadeln und Stamm nur Spuren, die Zweige 0,001 Proc. arsenige Säure. Die Nadeln des Bleibaumes enthielten kein Blei, der Stamm Spuren, die Zweige 0,0012 Proc. dieses Metalles.

Die Fichte kann also kleine Mengen arseniger Säure aus dem Boden aufnehmen, welche auf das Wachsthum des Baumes schädlich wirken. Blei scheint dagegen nicht nachtheilig zu sein.

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