Titel: Ueber Kautschuklösung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1876, Band 221/Miszelle 13 (S. 391)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj221/mi221mi04_13

Ueber Kautschuklösung.

Prof. Dr. Heeren hat die Löslichkeit der 12 wichtigern, im Handel vorkommenden Gummisorten in Benzin bestimmt. Dieselben wurden zwischen heißen Walzen anhaltend durchgearbeitet, in kleine Streifen geschnitten, diese in Kölbchen mit etwas Benzol übergossen und damit einige Zeit stehen gelassen. Es wurde dann nach und nach und unter häufigem Schütteln der Zusatz des Benzols so lange fortgesetzt, bis sich bei allen Proben eine sehr dickflüssige Consistenz eingestellt hatte; man suchte in dieser Art so viel wie möglich bei allen Proben die gleiche zähflüssige Beschaffenheit herzustellen. Nachdem dies geschehen, wurden in tarirten Uhrgläsern kleine Mengen der Lösungen abgewogen, diese dann in einem geheizten Trockenschranke der Verdampfung des Benzols überlassen und schließlich die Rückstände gewogen. Es ergaben sich so die folgenden Zahlen:

Procentgehalt oder 100 Benzol
der Lösung hatten aufgenommen:
Guajaquil 20,0 25,0 Kautschuk
Para 17,0 20,0 „
Carthagena 16,1 18,0 „
Borneo 13,8 15,0 „
Afrika 12,7 14,5 „
Ceara 12,0 13,6 „
Mozambique 11,5 13,0 „
Rangoon 9,1 10,0 „
Quisembo 9,0 9,8 „
Afrika-Knökels 8,6 9,4 „
Afrika-Niggers 7,8 8,5 „
Madagascar 5,7 6,0 „

Daß diese Zahlen, da ja der übereinstimmende Grad der Dickflüssigkeit der Lösungen nur nach dem Augenmaß taxirt werden konnte, nur als annähernd richtig angesehen werden dürfen, bedarf wohl kaum der Erwähnung. (Nach den Mittheilungen des Gewerbevereins für Hannover, 1876 S. 107.)

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