Titel: Bestimmung der Schafwolle in den Garnen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1876, Band 221/Miszelle 6 (S. 387)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj221/mi221mi04_6

Bestimmung der Schafwolle in den Garnen.

Nach K. J. Bayer werden zur Bestimmung der Wolle und Baumwolle in Garnen etwa 0g,6 derselben lufttrocken gewogen, bei 100° getrocknet und der Feuchtigkeitsgehalt bestimmt, sodann in einem trockenen Gefäße mit etwa 20cc eines Gemenges von 4 Vol. concentrirter Schwefelsäure und 1 Vol. Wasser übergossen und 12 Stunden damit, womöglich unter Umrühren, stehen gelassen. Nach dieser Zeit gibt man zweckmäßig die Wolle nochmals in etwa die gleiche Menge derselben Schwefelsäure und läßt abermals 4 bis 5 Stunden stehen, worauf man sicher sein kann, alle Baumwolle gelöst zu haben. Es wird sodann die Flüssigkeit mit etwa der 3fachen Menge Wasser und ebensoviel Alkohol verdünnt und direct durch Papier filtrirt. Der Rückstand wird auf dem Filter so lange mit heißem absoluten Alkohol ausgewaschen, bis dieser farblos abläuft. Wird nun mit kochendem Wasser bis zum Aufhören der sauren Reaction nachgewaschen, so bleibt die reine Wolle, nur noch wenig gefärbt, zurück. Dieselbe wird bei 100° getrocknet und nach Abzug von 2 Proc. als reine Schafwolle in Rechnung gebracht. Dieser Abzug beruht auf der Erfahrung, daß Wolle beim Behandeln mit Schwefelsäure um 2 Proc. schwerer wird.

Zur Berechnung der Baumwolle nimmt Verfasser bei gefärbten Garnen 3,5 Proc. Farbstoff an. (Nach der Zeitschrift für analytische Chemie, 1876 S. 295.)

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