Titel: Ueber das Vorkommen von Rhodanverbindungen in der rohen Sodalauge.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1876, Band 221/Miszelle 14 (S. 572)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj221/mi221mi06_14

Ueber das Vorkommen von Rhodanverbindungen in der rohen Sodalauge.

Scheurer-Kestner (1870 197 347) erhielt aus 100g Rohsoda 73mg Schwefelcyannatrium durch Ausziehen mittels Alkohol. Nietzki (Archiv der Pharmacie, 1876 Bd. 209 S. 41) fand dagegen in den Rohsoda-Mutterlaugen 0,8 Proc. Ferrocyannatrium und 0,4 Proc. Rhodannatrium.

Da kalter Alkohol aus der Sodaschmelze nur Cyannatrium auszieht, der wässerige Auszug aber Rhodan- und Ferrocyannatrium enthält, so bilden sich diese Verbindungen erst während des Auslaugens. 10000 Th. Sodaschmelze geben etwa 12 Th. Ferrocyannatrium und 6 Th. Schwefelcyannatrium. Hiernach würde eine größere Sodafabrik, welche täglich 15t Rohsoda herstellt, jährlich etwa 6500k Ferrocyannatrium und 3250k Rhodannatrium liefern, die bis jetzt noch unbenützt verloren gehen.

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