Titel: Zur quantitativen Bestimmung des Zuckers.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1876, Band 221/Miszelle 9 (S. 570)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj221/mi221mi06_9

Zur quantitativen Bestimmung des Zuckers.

C. Knapp (1870 196 538) schlug vor, zu einer Cyanquecksilberlösung von bekanntem Gehalt die Lösung des zu bestimmenden Zuckers so lange zufließen zu lassen, bis alles Quecksilber im metallischen Zustande ausgefällt ist. Zur Erkennung der Endreaction schlug derselbe Schwefelammonium, Pillitz Schwefelwasserstoff vor.

R. Sachsse (Chemisches Centralblatt, 1876 S. 520) hat diese Bestimmungsmethode geprüft, aber keine befriedigenden Resultate erhalten, wohl aber mit einer alkalischen Jodquecksilberlösung. Zur Herstellung derselben werden 18g reines Jodquecksilber mit 28g Jodkalium in Wasser gelöst, 80g Aetzkali zugesetzt und die Flüssigkeit auf 1l verdünnt. Von dieser Lösung erhitzt man 40cc in einer Schale zum Sieden und läßt die Zuckerlösung aus einer Bürette zufließen, bis ein Tropfen des Gemisches mit einer alkalischen Zinnoxydullösung (Zinnchlorür mit Natronlauge übersättigt) auf einer Porzellanplatte keinen braunen Niederschlag mehr gibt.

40cc dieser Quecksilberlösung = 0g,72 Jodquecksilber entsprechen 0g,150 Traubenzucker, oder abgerundet 2HgJ₂ = C₆ H12 O₆.

Als Vorzüge dieses Verfahrens gegenüber der Bestimmung mit Fehling'scher Lösung, welche sich gegen Dextrose, Invertzucker und Levulose gleich verhält, betont Verfasser die leichte Herstellbarkeit der haltbaren Lösung, die Schärfe der Endreaction, sowie die Möglichkeit durch dieses Reagens die genannten Zuckerarten getrennt bestimmen zu können.

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