Titel: Ballon captif für die Pariser Weltausstellung 1878.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1876, Band 222/Miszelle 2 (S. 280–281)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj222/mi222mi03_2

Ballon captif für die Pariser Weltausstellung 1878.

Henry Giffard, der Erfinder des Injectors und Einer der wenigen, denen ihre Entdeckung Reichthum gebracht hat, beabsichtigt die Pariser Weltausstellung 1878 mit einem Luftballon zu verherrlichen, welcher zur Auffahrt von Passagieren bestimmt ist und beispiellos großartige Dimensionen haben soll.

Während der gleichem Zwecke dienende Ballon der 1867-Weltausstellung 5000cbm Inhalt hatte und sich auf 250m erhob, soll der von Giffard projectirte Ballon 20000cbm enthalten und sich mit 50 Personen auf 500m erheben. Das zur Feßlung dieses Kolosses von 34m Durchmesser bestimmte Drahtseilkabel wird am Boden um eine Seilscheibe, die im Universalgelenk aufgehängt ist, geschlungen und geht von hier aus durch einen 50m langen Tunnel zur eigentlichen Fördermaschine. Dort ist das Seil um eine Trommel von 2m Durchmesser, 7m Länge geschlungen, welche von einer 200e-Maschine angetrieben wird, wenn der Ballon herabgezogen werden soll, beim Aufgange des Ballons aber durch ein Bremsband gehemmt ist.

Alle Vorkehrungen zur Sicherheit des Publicums sind selbstverständlich im größten Maßstabe projectirt, und es ist kein Zweifel, daß die Besucher der Ausstellung den Giffard'schen Ballon noch mehr favorisiren werden, als dies mit dem ersten Ballon |281| captif geschah. Das ganze Unternehmen, das mehrere Hunderttausend Franken in der Herstellung kosten soll, will Giffard auf eigene Rechnung führen.1)

Fr.

|281|

Die Revue industriel, October 1876 S. 405 bringt bereits die Abbildungen des Project d'un grand ballon captif à vapeur.

D. Red.

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