Titel: Ueber Schweißflecken im Leder.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1876, Band 222/Miszelle 8 (S. 397)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj222/mi222mi04_8

Ueber Schweißflecken im Leder.

Als Ursache der sogen. Schweißflecken im Leder sind anzusehen die in den gerbstoffhaltigen Rinden, namentlich der Fichtenlohe, außer Farbstoff und Gerbstoff noch enthaltenden festen, harzigen oder harzähnlichen Bestandtheile, ferner Wärme und Druck. Es wird nun (im Gerber, 1876 S. 530) hervorgehoben, daß das Verblassen und Schattiren der Farben, welches namentlich bei Lammleder, fast nie bei gut gefärbten Ziegenleder vorkommt, auf dieselbe Ursache zurückzuführen ist als die sogen. Schweißflecken, nämlich auf die Anwendung concentrirter gerbstoffhaltiger Brühen. Die zur Herstellung heller Farben zu verwendenden gerbstoffhaltigen Rinden, wie Erlen- und Weidenrinden, sind nur in gehörig abgeklärtem und möglichst mit Wasser verdünntem Zustand zu gebrauchen, auch diese Rinden nicht vorherrschend oder wohl gar ausschließlich als Grundfarbe anzuwenden, ferner nicht durch die bekannten, leicht veränderlichen Beerensäfte zu dunkeln. Im Allgemeinen liebt man härteres Wasser zu Zwecken der Lederfärberei, vorausgesetzt, daß es nicht zu stark (?) kalkhaltig ist. Man nimmt an, daß auf härteres Wasser die Farben klarer und kräftiger stehen als auf solches, welches allzu weich ist.

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