Titel: Krystallinischwerden von Eisen bei Schachtförderungsketten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1876, Band 222/Miszelle 4 (S. 499)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj222/mi222mi05_4

Krystallinischwerden von Eisen bei Schachtförderungsketten.

Die bekannte Erscheinung, daß Eisen bei längerm Gebrauche unter stoßweisen Anstrengungen eine grobkörnige Structur annimmt, hat sich (nach der Zeitschrift für Bergwesen etc., 1876 S. 164) auch bei einem auf der Steinkohlengrube „Friedenshoffnung“ bei Waldenburg angestellten Versuche an der zwei Jahre hindurch im Gebrauche gewesenen Hängekette des Förderkorbes herausgestellt. Ein Glied dieser Kette sprang bei dem ersten Schlage eines etwa 5k schweren Schmiedehammers in 4 Stücke, deren Bruchflächen ein krystallinisches Gefüge zeigten, wogegen ein anderes, vorher rothwarm ausgeglühtes Glied derselben Kette erst nach 23 Schlägen mit demselben Hammer derart brach, daß der Bruch auf der einen Seite des Ringes ganz, auf der andern nur halb durchging und eine sehnige Structur zeigte. Es weist dies für alle Schachtförderungen, welche zur Seilfahrung der Mannschaft dienen, auf die Nothwendigkeit der sorgfältigsten Beachtung dieser Structurveränderungen hin und läßt neben der Anbringung von Federbüchsen (vgl. * 1875 216 303) zwischen Seil und Förderkorb behufs Milderung der Stöße beim Anheben die Sicherheitsmaßregel, die Verbindungstheile zwischen Seil und Förderkorb von Zeit zu Zeit auszuglühen, als zweckmäßig erscheinen.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: