Titel: Anwendung des Chlorhydrins in der Gerberei.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1877, Band 225/Miszelle 22 (S. 109–110)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj225/mi225mi01_22

Anwendung des Chlorhydrins in der Gerberei.

Seit Knapp nachgewiesen hat, daß das hauptsächlich Wirkende des Eigelbes in der Weißgerberei das in demselben feinst vertheilte Oel ist, wurde bereits mehrfach versucht, ein anderes Oel ebenso fein vertheilt zu gleichem Zwecke anzuwenden (vgl. |110| 1875 218 375. 532). C. Sadlon (Der Gerber, 1877 S. 74) schlägt nun vor, eine Oelemulsion mittels Chlorhydrin herzustellen, aus der nach seinen Versuchen die Haut ebenso rasch und vollkommen die Gerbstoffe der Nahrung in sich aufnimmt und ein ebenso schönes Leder gibt als bei Anwendung von Eigelb.

Bei der schwierigen Darstellung des Chlorhydrins (aus Glycerin mit Salzsäuregas) und des hohen Preises desselben ist die Verwendung dieses Ersatzmittels bis jetzt nicht vortheilhaft; in wie weit sie überhaupt praktisch ausführbar ist, müssen weitere Versuche zeigen.

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