Titel: Albumin als Nebenproduct des Fleischextractes.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1877, Band 225/Miszelle 25 (S. 110–111)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj225/mi225mi01_25

Albumin als Nebenproduct des Fleischextractes.

Die Fabrikation des Liebig'schen Fleischextractes in Fray-Bentos liefert als Nebenproducte Fleischrückstände (1876 219 93), neuerdings auch sogen. Albumin. Nach A. Petermann und A. König (Biedermann's Centralblatt für Agriculturchemie, 1877 Bd. 2 S. 341) läßt man nach dem in großen Kesseln durch Dampf bewirkten Kochen des Fleisches die Flüssigkeit in Gefäße fließen, in denen das Fett abgehoben wird. Nun wird die Fleischflüssigkeit concentrirt und zur Abscheidung des coagulirten Eiweißes und des Fettes unter hohem Druck durch Stofffilter gepreßt. Der Rückstand, Albumin genannt, bildet dunkelgrünlichbraune knollenförmige Stücke von Erbsen- bis Nußgröße, gemahlen ein schmutziggelbes Pulver von schwachem Leim- und Buttersäuregeruch. Die Zusammensetzung ist folgende:

Wasser 12,93
Fett 14,02
Stickstoffhaltige Stoffe 60,57
Asche 12,48
Darin In Wasser lösliche Phosphorsäure
In Wasser unlösliche Phosphorsäure
Kali
4,12
0,19
4,47
Stickstoff in Form organ. Verbindungen 10,24
––––––
100,00.
|111|

Dieses Abfallproduct bildet demnach ein wichtiges Futtermittel und einen vorzüglichen Dünger; im letztern Falle würde es sich empfehlen, dasselbe zu entfetten.

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