Titel: Nachweisung der Rosolsäure neben Fuchsin.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1877, Band 225/Miszelle 29 (S. 111–112)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj225/mi225mi01_29

Nachweisung der Rosolsäure neben Fuchsin.

Nach P. Guyot und R. Bidaux (Comptes rendus, 1876 t. 83 p. 982) gibt die Rosolsäure, welche sich im Wasser mit zwiebelrother Farbe löst, dem Weine eine dem echten Bordeauxweine sehr ähnliche Färbung. Während Fuchsin durch Ammoniak entfärbt wird, wird die Rosolsäure dadurch rosaroth; mit Säure versetzt, nimmt ein mit Rosolsäure gefärbter Wein eine gelbliche Färbung an. Schießbaumwolle nimmt beim Erwärmen des Weines die Rosolsäure auf; nach dem Waschen und Trocknen |112| wird dieselbe durch Ammoniak schön rosaroth. Aether nimmt die Rosolsäure aus alkalischer Lösung nicht auf; beim Schütteln mit einer durch Säuren gelb gefärbten Rosolsäurelösung wird der Aether gelblich, auf Zusatz eines Alkalis rosaroth.

Eine Fuchsinlösung wird durch Essigsäure nicht verändert, Aether damit geschüttelt wird violettroth, nach Zusatz von Ammoniak farblos.

Die wichtigsten Reactionen beider Farbstoffe sind in folgender Tabelle zusammengestellt.

Textabbildung Bd. 225, S. 112

Zur Nachweisung beider Farbstoffe schüttelt man die essigsaure Lösung mit Aether, hebt denselben von der wässerigen Flüssigkeit ab und versetzt mit Ammoniak. Die fuchsinrothe Färbung des Aethers verschwindet, die Rosolsäure geht in die ammoniakalische Flüssigkeit, so daß der Aether farblos, die wässerige Flüssigkeit rosaroth wird.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: