Titel: Darstellung von Anilinfarben und Verwerthung der Rückstände.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1877, Band 225/Miszelle 30 (S. 112)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj225/mi225mi01_30

Darstellung von Anilinfarben und Verwerthung der Rückstände.

Nach dem englischen Patente von J. Wolff und R. Betley (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1877 S. 417) mengt man 3 Th. Anilin mit 2 Th. Zinnchlorür und 1 Th. Nitrobenzol, läßt ruhig stehen, bis die erste Reaction vorüber, erhitzt dann die Mischung auf 200 bis 220° so lange, bis eine herausgenommene Probe, in kochendes Wasser getropft, demselben eine bräunlich gelbe Färbung ertheilt. Wenn dieser Zustand eingetreten ist (gewöhnlich nach 8 bis 9 Stunden), hört man mit dem Erhitzen auf und behandelt die Masse mit Wasserdampf, um unzersetztes Anilin, Diphenylamin u.s.w. fortzuschaffen. Nach dieser Reinigung extrahirt man mittels wiederholten Kochens in sehr verdünnter Salzsäure (1 Säure auf 50 Wasser), später mit nur angesäuertem Wasser, sammelt die Auszüge, filtrirt und schlägt mit Aetznatron nieder. Die ersten zwei oder drei Auszüge werden nicht mit den folgenden vermischt; sie werden auf Wiedergewinnung des Zinnsalzes behandelt. Zur Ausnutzung der hierbei erhaltenen Mutterlaugen versetzt man dieselben so lange mit einem Kupfersalz, als noch ein Niederschlag entsteht. Nun wird filtrirt und der Rückstand mit Natron destillirt.

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