Titel: Robinson's Odontograph (Zahnverzeichner).
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1877, Band 225/Miszelle 4 (S. 104)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj225/mi225mi01_4

Robinson's Odontograph (Zahnverzeichner).

Wir brachten bereits in diesem Journal (*1877 223 43) die Beschreibung der zur Verzeichnung der Zahnflanken dienenden Robinson'schen Schablone und entnehmen den Verhandlungen des Vereins zur Beförderung des Gewerbfleißes, 1877 S. 282 ff., woselbst W. Kirchner eine ausführliche Theorie dieses Instrumentes veröffentlichte, noch bezüglich der praktischen Anwendbarkeit desselben folgendes. Die mit dieser Schablone verzeichneten Zahnflanken fallen außerordentlich scharf mit den richtigen Zahnflanken zusammen. Die genaue Einstellung derselben bietet jedoch einige Schwierigkeiten. Abgesehen von der erforderlichen Umrechnung der für englisches Maß bestimmten Tabellenwerthe ist nämlich das Auffinden der dritten Decimalstelle auf der nur nach Zehntel getheilten Scale gar nicht und jenes der zweiten Decimalstelle nur schätzungsweise möglich, und außerdem liegt die Scale vermöge der etwa 1mm betragenden Metallstärke der Schablone um 1mm höher als die zu verzeichnende Zahnflanke. Hierzu kommt noch die Unsicherheit der Einstellung der Schablone, da die an den Theilkreis gezogene Tangente die Evolute meist sehr flach berührt, und überdies die eine Hohlcurve bildende Evolute einen Schlagschatten auf das Papier wirft, wenn die zur Verzeichnung der Zahnflanke dienende Vollcurve gegen das Licht gekehrt ist. Es erscheint deshalb angezeigter, nach den gebräuchlichen Methoden eine entsprechende Anzahl von Punkten der Zahnflanke zu bestimmen und dann den Odontograph ohne Rücksicht auf die Indexzahlen lediglich als Curvenlineal zu benutzen, um diese durch eine continuirliche Curve zu verbinden. Der Odontograph bleibt deshalb dennoch ein sehr brauchbares Instrument, indem die demselben zu Grunde liegende logarithmische Spirale das Verzeichnen der Zahnflanken jedenfalls sehr erleichtert.

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