Titel: Bestimmung des Chroms im Chromeisenstein.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1877, Band 225/Miszelle 7 (S. 304–305)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj225/mi225mi03_7
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Bestimmung des Chroms im Chromeisenstein.

Das Verfahren von Klark, das Chrom durch Ueberführung des Chromoxydes in Chromsäure und Titrirung derselben mit Eisenoxydulsalzen zu bestimmen, liefert zwar sehr genaue Resultate, ist aber für technische Zwecke zu umständlich. S. Kern (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1877 S. 413) empfiehlt daher folgendes Verfahren: 0g,5 des gepulverten und ausgewaschenen Minerales werden mit saurem schwefelsauren Kalium geschmolzen; die Schmelze wird gepulvert und in Salpetersäure, unter Hinzusetzen geringer Mengen chlorsauren Kalis, gelöst. Die Lösung wird von der Kieselsäure abfiltrirt und aus dem Filtrat Eisen und Chrom durch Schwefelammonium ausgefällt. Der Niederschlag wird auf einem Filter gesammelt, getrocknet, geglüht, gepulvert und mit concentrirter Salzsäure behandelt. Das rückständige Chromoxyd wird abfiltrirt, gelinde geglüht und gewogen. Diese Methode, welche besonders bei chromreichen Mineralien gute Dienste leistet, ist für technische Zwecke vollkommen genügend, wie durch eine Anzahl Beleganalysen nachgewiesen ist.

Mendelejeff gibt an, daß der Chromgehalt der Chromeisensteine bequem und genau durch die Bestimmung des specifischen Gewichtes gefunden werden könne.

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