Titel: Bestimmung des Kaseïns in der zur Käsebereitung bestimmten Milch.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1877, Band 225/Miszelle 11 (S. 405–406)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj225/mi225mi04_11

Bestimmung des Kaseïns in der zur Käsebereitung bestimmten Milch.

Wenn es sich darum handelt, die Veränderungen zu erforschen, welchen die Eiweißkörper beim Proceß der Käsebereitung unterliegen, so ist es nach L. Manetti und G. Musso (Milchzeitung, 1877 S. 221) rathsam, die Milch nicht durch Säuren, sondern durch Lab zum Gerinnen zu bringen, da die auf beide Weisen erhaltenen Niederschläge offenbar verschieden sind. Die Verfasser empfehlen daher folgendes Verfahren zur Bestimmung des Kaseïns. 50cc Milch werden auf 40° erwärmt und mit einigen Tropfen einer Lablösung in Glycerin (Kälbermagen mit Glycerin ausgezogen) gemischt, so daß die Gerinnung in etwa 10 Minuten beendet ist. Man zerschneidet nun das Gerinnsel mit einem Spatel; fließen die Molken reichlich und rasch aus den Einschnitten heraus, so zerkleinert man die Masse vorsichtig, daß nicht zu viel Fett in |406| die Flüssigkeit übergeht, und bringt auf ein Filter von grobem Papier. Nun wird erst mit Wasser, dann mit absolutem Alkohol und schließlich mit Aether gut ausgewaschen, der Rückstand bei 115° getrocknet und gewogen. Die getrocknete Masse muß weiß sein, sonst enthält sie Milchzucker oder Fett. Die mitgefällten Phosphate speciell zu bestimmen, ist für praktische Zwecke überflüssig. Die Milch von 8 verschiedenen Kühen gab auf diese Weise an Kaseïn:

Frische Milch. Abgerahmte Milch.
Nr. 1 3,900 Proc. Nr. 5 3,510 Proc.
2 5,327 „ 6 3,078 „
3 3,080 „ 7 2,674 „
4 2,270 „ 8 2,894 „
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