Titel: Ueber die beste Art der Scheidung mittels Kalk.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1877, Band 225/Miszelle 15 (S. 406–407)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj225/mi225mi04_15

Ueber die beste Art der Scheidung mittels Kalk.

Die Scheidung der Rübensäfte hat den doppelten Zweck, den die Krystallisation hindernden Nichtzucker fortzuschaffen und den Saft zu conserviren. Die Scheidung |407| mittels Kalkmilch (1 : 5) ist nach Hulva umständlich, erfordert größere Räumlichkeiten, führt den Säften große Wassermengen zu (auf 1000k Rüben 75k Wasser) und bedingt somit größern Kohlenverbrauch.

Hulva empfiehlt das trockne Scheiden mittels frisch gebrannten Kalkes. Ueber jede Scheidepfanne wird ein durchlöcherter, mit Kalk gefüllter Kübel aufgehängt, welcher, sobald der Saft auf 50° gebracht ist, etwa 2 bis 3 Mal kurz hinter einander in die Pfanne eingetaucht wird. Der ganze Proceß dauert etwa 4 Minuten und erfordert nur geringe Arbeitskräfte; der Kalk vertheilt sich dabei weit besser als beim Eingießen der Kalkmilch. Eine Caramelisirung des Zuckers kann erst bei 160° eintreten – eine Temperatur, die bei diesem Verfahren nicht erreicht wird. Auch Pasel und Mehrle sind mit dieser trocknen Scheidung sehr zufrieden. (Zeitschrift des Vereines für Rübenzuckerindustrie des Deutschen Reiches, 1877 S. 166 und 534.)

Sickel (Daselbst S. 332) empfiehlt wiederholt den zur Scheidung bestimmten Kalk mit den Absüßwässern zu löschen.

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