Titel: Ueber Cochenilleprüfung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1877, Band 225/Miszelle 17 (S. 407)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj225/mi225mi04_17

Ueber Cochenilleprüfung.

Löwenthal (Zeitschrift für analytische Chemie, 1877 S. 179) empfiehlt zur Prüfung der Cochenille, welche häufig bereits ausgezogen im Handel vorkommt, folgendes Verfahren: 2g ganze Cochenille werden das erstemal mit 1l,5 destillirtem Wasser 1 Stunde gekocht, durch ein gewöhnliches Theesieb gegossen und die im Siebe zurückgebliebene Cochenille noch einmal mit 1l destillirtem Wasser 3/4 Stunden gekocht. Beide Flüssigkeiten zusammen betragen also nicht 2l, weil viel Wasser verdampft ist. Nach dem Erkalten wird die Flüssigkeit auf 2l gebracht und je 100cc davon mit Indigocarmin und hinreichend Säure in 750cc bis 1l Wasser titrirt. Nach Abzug des Chamäleonverbrauches für den Indigo hat man den Werth der Cochenille mit der Vergleichscochenille zu berechnen.

Von den mitgetheilten Beleganalysen mögen hier folgende angegeben werden:

cc
I) 100cc
25cc
Cochenilleabkochung
Indigolösung
12,8 Chamäleonlösung.
Desgleichen 12,8 „
–––––
25,6 „
Ab für Indigo 11,2 „
–––––
14,4 „
II) 100cc
25cc
Cochenilleabkochung
Indigolösung.
10,6 „
Desgleichen 10,4 „
–––––
21,0 „
Ab für den Indigo 11,2 „
–––––
9,8 „

Setzt man den Werth der erstern Probe (Vergleichscochenille) = 100, so ist der der zweiten nur 68,1.

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