Titel: Ueber die Extraction der sogenannten löslichen Phosphorsäure aus den Superphosphaten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1877, Band 225/Miszelle 7 (S. 403)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj225/mi225mi04_7

Ueber die Extraction der sogenannten löslichen Phosphorsäure aus den Superphosphaten.

Im Interesse der Superphosphatfabriken glaubt E. Erlenmeyer (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1876 S. 1839) darauf aufmerksam machen zu sollen, daß 1 Gew.-Th. saures phosphorsaures Calcium CaH₄ (PO₄)₂. H₂O bei gewöhnlicher Temperatur erst in 700 Th. Wasser vollkommen löslich ist, sowie daß durch eine kleine Menge von Wasser ein größerer oder geringerer Theil dieses Salzes in freie Phosphorsäure und unlösliches Dicalciumphosphat CaH₄PO₄ . 2 H₂O zersetzt wird. Die von Märker (Zeitschrift für analytische Chemie, 1873 S. 275) empfohlene Extraction der Phosphorsäure auf dem Filter darf daher nur bei solchen Superphosphaten vorgenommen werden, welche außer dem sauren phosphorsauren Calcium noch eine hinreichende Menge freie Phosphorsäure enthalten, um die erwähnte Zersetzung zu hindern.

Wendet man dieses Verfahren bei solchen Superphosphaten an, in welchen keine freie Phosphorsäure enthalten ist, so kann die Menge der als Dicalciumphosphat unlöslich werdenden Phosphorsäure bis zu 8 Proc. der in der Form von Monocalciumphosphat vorhanden gewesenen Säure ausmachen.

Auch die bisher angewendeten Digestionsmethoden führen bei Superphosphaten (ohne freie Phosphorsäure) nur dann zu richtigen Resultaten, wenn die zur Digestion verwendete Wassermenge mindestens das 700 fache Gewicht des in dem Superphosphat enthaltenen sauren Phosphates beträgt.

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