Titel: Zur Bestimmung des Mangans.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1877, Band 225/Miszelle 12 (S. 515)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj225/mi225mi05_12

Zur Bestimmung des Mangans.

A. Claßen (Zeitschrift für analytische Chemie, 1877 S. 315) findet, daß Mangan vollständig als krystallinisches Oxalat gefällt wird, wenn man die concentrirte Manganlösung mit einer Auflösung von Kaliumoxalat (1 : 6) und dann so lange mit concentrirter Essigsäure versetzt, als noch ein Niederschlag entsteht. Der Niederschlag wird gesammelt, mit einem Gemisch von concentrirter Essigsäure und 95proc. Alkohol ausgewaschen, getrocknet und durch Glühen im offenen Platintiegel in Mn₃O₄ übergeführt. Die mitgetheilten Beleganalysen zeigen, daß die Methode genaue Resultate gibt.

Claßen (Daselbst S. 319) zeigt ferner, daß es vortheilhafter ist, das Mangan als wasserfreies (grünes) Schwefelmangan wie als wasserhaltiges (fleischfarbiges) Sulfür zu fällen, da die grüne Verbindung sich rasch absetzt, gut filtriren und auswaschen läßt. Die Abscheidung des Mangans als wasserfreies Sulfür gelingt nun stets, wenn man vorher die Auflösung einige Minuten auf Zusatz von etwas Kaliumoxalat zum Kochen erhitzt, dann ammoniakalisch macht und zu der heißen Flüssigkeit Schwefelammonium hinzufügt. Entweder entsteht sofort grünes Sulfür oder ein Gemenge beider Verbindungen; die vollständige Umwandlung erfolgt dann bald beim weiteren Erwärmen im Sandbade. Oxalsäure und Ammoniumoxalat verhalten sich ähnlich wie Kaliumoxalat, jedoch scheint letzteres die Ueberführung sicherer zu bewirken. Chlorammonium beeinträchtigt die Bildung des grünen Niederschlages nicht.

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