Titel: Zur Kenntniß des Meteoreisens und der Eisen-Nickellegirungen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1877, Band 225/Miszelle 5 (S. 512–513)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj225/mi225mi05_5

Zur Kenntniß des Meteoreisens und der Eisen-Nickellegirungen.

A. Damour und Daubree (Comptes rendus, 1877 t. 84 p. 478. 482) haben das Meteoreisen, welches zu Santa-Catarina in Brasilien gefunden ist, untersucht. Das specifische Gewicht desselben war 7,75 bis 7,84; es ist zusammengesetzt aus:

Eisen 63,69
Nickel 33,97
Kobalt 1,48
Schwefel 0,16
Phosphor 0,05
Kohlenstoff 0,20
Silicium 0,01
–––––
99,56.

In Säuren löste es sich weit schwieriger als gewöhnliches Eisen; Späne desselben rosteten weder in trockner noch feuchter Luft, während gewöhnliches Eisen unter denselben Verhältnissen stark oxydirt wurde.

|513|

Boussingault (Comptes rendus 1877 t. 84 p. 481) erinnert im Anschluß an diese Mittheilung daran, daß schon Berzelius die schwierige Oxydirbarkeit des Meteoreisens beobachtet und geglaubt habe, Eisen durch Einführung von Nickel vor Rost schützen zu können. Boussingault hat nun Stahl mit 5, 10 und 15 Proc. Nickel legirt. Diese Legirungen ließen sich sehr gut Poliren und sahen recht schön aus, in Berührung mit Wasser rosteten sie jedoch schnell. Eine Legirung aus 62 Th. Stahl und 38 Th. reinem Nickel behielt dagegen, sowohl polirt als in Spänen, im Wasser und an feuchter Luft seine rein metallische Oberfläche.

Als ein sehr nickelarmes Meteoreilen beschreibt Daubree (Comptes rendus, 1877 t. 84 p. 66) das von Ovifak; dasselbe besteht aus:

Eisen 89,96
Mangan 0,66
Chrom 1,60
Nickel 1,16
Kobalt Spur
Kupfer 0,11
Kohlenstoff gebunden 1,73
„ frei 2,61
Silicium 2,30
Schwefel Spur
––––––
100,13.
Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: