Titel: Zur Analyse des Chromeisensteins.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1877, Band 225/Miszelle 8 (S. 611)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj225/mi225mi06_8

Zur Analyse des Chromeisensteins.

Einer längern Arbeit von A. Christomanos (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1877 S. 10) über die Analyse des Chromeisensteins entnehmen wir folgende Vorschrift zur Bestimmung des Chromoxydgehaltes dieses Erzes zu technischen Zwecken.

Man zerreibt 6 bis 10g gut getrocknetes Aetznatron in einer erwärmten Reibschale, mischt 10 bis 15g Magnesia hinzu, mischt damit innig 0,3 bis 0g,5 des feinst gepulverten Chromits und erhitzt das Gemenge in einem geräumigen Platintiegel, besser noch Goldtiegel, mittels eines einfachen Bunsen'schen Brenners 1 Stunde lang. Die Masse wird dabei nicht flüssig, sondern schäumt erst auf und sintert endlich zusammen, zeigt aber beim Erkalten die gelbe Farbe der Chromsäure. Durch Einlegen des noch warmen Tiegels in eine Porzellanschale mit heißem Wasser, längeres Erhitzen zum Sieden und Filtriren erhält man im Filtrate sämmtliche Thonerde und Chromsäure mit unerheblichen Mengen Kalk und Magnesia.

Soll nun eine volumetrische Probe des Chromoxydes ausgeführt werden, so reicht schon dieses Filtrat aus, um nach dem Ansäuern direct mit der Titrirflüssigkeit probirt zu werden; wenn aber das Chromoxyd als solches gefällt werden soll, muß vorher mit Salzsäure schwach übersättig, ein Ueberschuß von Aetzammoniak, kohlensaurem und oxalsaurem Ammon hinzugefügt und bis zum Aufhören des Ammoniakgeruches (unter Ersetzung des Wassers) gekocht werden. Das Filtrat, die Chromsäure enthaltend, wird sodann mit überschüssiger Salzsäure und Alkohol siedend zu Chromchlorid reducirt und das Chromoxyd mit Ammoniak ausgefällt.

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