Titel: Bode, Mittheilung von Varech-Analysen.
Autor: Bode, Friedrich
Fundstelle: 1877, Band 226 (S. 599–600)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj226/ar226154

Zwei Varech- (Kelp-) Analysen; mitgetheilt von Friedr. Bode, Civilingenieur in Hannover.

Gelegentlich der Einrichtung einer Anlage zur Verwerthung von Varech an der asturischen Küste ließ ich von den z. Z. vorhandenen Robproducten zwei untersuchen, und fand Dr. Brasack in Aschersleben die Zusammensetzung folgendermaßen:

Textabbildung Bd. 226, S. 599

Auch diese Bestimmungen zeigen, wie die in der Literatur vorhandenen Analysen, die große Verschiedenheit im Gehalte an löslichen Bestandtheilen. Bei dem Varech von Gijon rührt der hohe Satz an Unlöslichem von erheblicher Beimengung an Sand her; es werden daselbst die Meerpflanzen in Sandgruben eingeäschert, bei Cudillero dagegen in Felsgruben. In der Asche von Gijon findet man noch mehrfach Reste von unverbrannten Blättern und Stielen, während die von Cudillero eine compacte harte, poröse Masse, ähnlich der Rohsoda, darstellt, nur mehr von bläulicher Farbe.

Die von 20g Substanz bei den vorstehenden Versuchen erhaltenen Laugen, zur Trockne abgedampft, gaben 12g,58 bezieh. 7g,32 Salze, welche, wie folgt, zusammengesetzt waren:

Cudillero. Gijon.
g g
Kalisulfat 1,205 9,79 2,113 28,87
Kalksulfat 0,097 0,79 0,122 1,67
Chlorkalium 7,020 57,00 2,465 33,68
Chlornatrium 3,333 27,08 2,077 28,37
Schwefelnatrium 0,149 1,21
Natroncarbonat 0,360 2,93 0,288 3,93
Jodnatrium 0,143 1,16 0,217 2,96
Organ. Substanz und Verlust. 0,273 0,039
–––––– ––––– ––––– –––––
12,580. 99,96. 7,321 99,48.

Die Probe von Gijon enthielt kein Schwefelnatrium und unterschwefligsaures Natron; die von Cudillero von letzterem nur eine sehr geringe Menge, welche nicht besonders bestimmt und deren Natron im Schwefelnatrium mit verrechnet ist. Auffallend ist die ungemein verschiedene |600| Zusammensetzung der löslichen Bestandtheile dieser beiden Proben besonders in Hinsicht auf Kalisulfat und Chlorkalium, sowie auch auf Jod.

Die allgemeine Zusammensetzung der untersuchten Sorten ist sonach:

Textabbildung Bd. 226, S. 600

Die unlöslichen Rückstände finden wegen ihres Gehaltes an Phosphorsäure Verwendung als Dünger.

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