Titel: Ueber den sogenannten Piney-Talg.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1877, Band 226/Miszelle 11 (S. 109)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj226/mi226mi01_11

Ueber den sogenannten Piney-Talg.

Nach den Versuchen von G. Dal Sie (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1877 S. 1381) bildet dieser durch Auskochen der Früchte von Vateria indica (Malabar) mit Wasser erhaltene Pflanzentalg eine gelbgrüne, bei 30° schmelzende Masse von 0,91 spec. Gew. Er reagirt sauer, wird leicht verseift und besteht aus unverbundenen Fettsäuren, auf 75 Th. Palmitinsäure 25 Th. Oelsäure. Schweflige Säure und andere zur Entfärbung von Fetten vorgeschlagene Mittel verändern den Talg nicht, nur Chlor bewirkt eine tiefer eingreifende Veränderung. Kurzes Kochen mit Salpeterlösung, welcher Schwefelsäure zugesetzt worden, bewirkt Entfärbung. Der Farbstoff verschwindet auch, wenn die zertheilte Masse an der Luft dem directen Sonnenlicht ausgesetzt wird. Die daraus verfertigten Kerzen brennen besser als die aus gewöhnlichem Talg bestehenden und verbreiten beim Ausblasen keinen Geruch.

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