Titel: Ueber einige Producte der Destillation des Holzes bei niedriger Temperatur.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1877, Band 226/Miszelle 19 (S. 111–112)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj226/mi226mi01_19

Ueber einige Producte der Destillation des Holzes bei niedriger Temperatur.

Eine Holzessigfabrik in Brooklyn destillirt das Holz bei einer durch Thermometer sorgfältig unter 200° gelegenen Temperatur. Bei der Rectification des Rohproductes scheidet sich ein schweres, röthlichgelbes Oel von eigenthümlichem Geruch aus dem Destillat ab, welches H. B. Heill (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1877 S. 936) untersucht hat. Mit Chlorcalcium getrocknet der Destillation unterworfen, sing es bei etwa 100° zu sieden an; das Thermometer stieg aber sogleich auf 160°, blieb zwischen 160 bis 170° stehen, bis die Hauptmenge übergegangen war, und stieg alsdann wieder rasch bis zu 200° hinauf. Nach einigemal wiederholtem Fractioniren ließ sich eine etwa 60 Proc. des angewendeten Oeles betragende, zwischen 160 bis 165° |112| siedende Fraction abscheiden, von welcher der größte Theil bei 162° siedete. Die fast farblose, das Licht stark brechende, nach Bittermandelöl riechende Flüssigkeit wurde als Furfurol erkannt.

Durch Behandlung des rohen Oeles mit Natronlauge gelang es ferner, lange, orangegelbe Nadeln von Pyroxanthin abzuscheiden, welche bei 162° schmelzen, sowie etwas Brenzschleimsäure und eine kleine Menge eines stark nach geräucherten Fischen riechenden Oeles, das sich leicht mit Wasserdämpfen verflüchtigt.

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