Titel: Mycodermabildung im Bier.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1877, Band 226/Miszelle 9 (S. 108–109)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj226/mi226mi01_9

Mycodermabildung im Bier.

C. Reischauer (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1877 S. 1338) hat gefunden, daß bei zunehmender Mycodermabildung im Bier anfangs mehr Säure gebildet wird, nach 8 Tagen war aber alle Säure und fast aller Alkohol verzehrt. Der Proteïngehalt des Mycoderma betrug 29,7 Proc., und zwar waren 65,5 Proc. der Proteine aus dem Bier in das Mycoderma übergegangen, von dem Aschengehalt nur 22,6 Proc. Zucker wird bei der Mycodermabildung nur wenig verbraucht.

100cc Bier mit 2cc Normalschwefelsäure versetzt entwickelte nur wenig, mit 3cc gar kein Mycoderma, wohl aber nach Zusatz von 4cc Normalnatron oder 4cc kalt gesättigter Borsäurelösung.

G. Polli (Daselbst S. 1382) behauptet dagegen, daß Borsäure zur Aufbewahrung von Bier, Milch, Eier, Urin oder als Desinfectionsmittel für Wunden ebenso wirksam sei wie Phenol – eine Angabe, welche vorläufig bezweifelt werden muß.

Nach H. A. Smith (Naturforscher, 1877 S. 286) werden Räderthierchen von |109| einem schwefelsäurehaltigen Wasser erst dam: getödtet, wenn 1l desselben 0g,15 Säure enthält.

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