Titel: Schwimmendes geschmolzenes Eisen; von W. J. Miller.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1877, Band 226/Miszelle 11 (S. 213)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj226/mi226mi02_11

Schwimmendes geschmolzenes Eisen; von W. J. Miller.

Wirft man reine Kugeln von kaltem Eisen auf eine geschmolzene, an ihrer Oberfläche gleichfalls gereinigte Eisenmasse, so sinken die Kugeln erst unter, kommen aber dann bald wieder an die Oberfläche und schwimmen; der aus der Flüssigkeit ragende Theil derselben ist freilich sehr klein. Das ursprüngliche Untersinken des Eisens erklärt sich daraus, daß das kalte Metall ein größeres specifisches Gewicht als das geschmolzene besitzt; im glühenden Zustande wäre dasselbe aber, wie sein späteres schwimmen ergibt, ein wenig leichter als das geschmolzene. Es dehnt sich also in der That beim Erstarren das Eisen wie das Wasser aus. Daß flache Eisenstücke, auf geschmolzenes Eisen geworfen, gar nicht untersinken, erklärt sich daraus, daß sie bei gleicher Masse eine größere Oberfläche als die Kugel besitzen und sich daher schneller erwärmen.

Bei Versuchen mit Blei ergibt sich stets ein Untersinken der aufgeworfenen Kugeln, das Blei zieht sich also wie die meisten Körper beim Erstarren zusammen. (Nach der Nature) t. 16 p. 23, durch Beiblätter zu Poggendorff's Annalen, 1877 S. 468.)

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