Titel: Ueber die Löslichkeit der Alkalien in Aether.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1877, Band 226/Miszelle 13 (S. 214)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj226/mi226mi02_13

Ueber die Löslichkeit der Alkalien in Aether.

Will. Skey (Chemical News, August 1877 Bd. 36 S. 48) hat gefunden, daß sowohl Kaliumcarbonat, wie gewöhnliche Soda in Aether löslich sind. Er konnte nicht nur eine alkalische Reaction eines mit den genannten Alkalien geschüttelten Aethers nachweisen, sondern er fand auch einen deutlichen Rückstand von einem fixen Alkali nach dem Verdampfen des Aethers. Ebenso verhielten sich Magnesia und Kalk, während Natriumbicarbonat vollkommen unlöslich zu sein scheint. Aus diesem Grunde empfiehlt er zur Darstellung reiner Alkaloide nach dem Stas'schen Verfahren an Stelle der kaustischen Alkalien die Anwendung von Natriumbicarbonat oder noch besser von kohlensauren Erden.

Außerdem hat Skey gefunden, daß viele Salze in wasserfreiem Aether löslich sind, welche in gewöhnlichem (wasserhaltigem) unlöslich oder nahezu unlöslich sind. So verhalten sich z.B. die Chloride des Calciums, des Nickels, des Zinks, des Cadmiums und des Platins, sowie auch die Sulfocyanide des Nickels, Kupfers und Zinks. Fügt man zu diesen Lösungen ein ganz klein wenig Wasser, so tritt sogleich Trübung ein und die gelösten Salze schlagen sich als Hydrate nieder. Durch Anwendung von wasserfreiem Aether und durch Eindampfen in trockener Luft gelingt es daher auch, manche Salzverbindungen darzustellen, welche auf andere Weise schwerlich darstellbar sein dürften. Es gelang Skey beispielsweise auf diesem Wege, Doppelverbindungen von gewissen Alkaloiden mit Nickelsulfocyanid und selbst mit Kupfersulfocyanid darzustellen.

S–t.

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