Titel: Geschwindigkeitsregulator für Locomotiven.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1877, Band 226/Miszelle 4 (S. 211)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj226/mi226mi02_4

Geschwindigkeitsregulator für Locomotiven.

Ein derartiger Apparat, wie er sich speciell für secundäre Eisenbahnen oder Dampftramways eignet, ist nach dem Patent von H. Hughes in Leicester (England) im Engineers' Mechanic beschrieben, und, in allerdings sehr primitiver Form, dargestellt.

Auf der Locomotive ist ein Regulator angebracht und durch eine Riemenscheibe mit einer Treibachse verbunden. Die Regulatorspindel ist hohl und läßt eine Zugstange passiren, welche mit den Kugeln gehoben und gesenkt wird und an ihrem andern Ende einen Ringkolben trägt, welcher, wenn die Kugeln steigen, den Zufluß des Dampfes unter den eigentlichen Regulirungskolben vermittelt. Wird nämlich derselbe durch zutretenden frischen Kesseldampf gehoben, so verdreht die Kolbenstange desselben einen Dreiweghahn derart, daß der Kolben des Bremscylinders aus dem Schieberlasten der Dampfmaschine frischen Dampf empfängt, aufsteigt, die Bremsbacken anzieht und, in der höchsten Stellung angelangt, durch eine Verlängerung seiner Kolbenstange nach aufwärts den Dampfzutritt zu den Cylindern absperrt. Die dritte Oeffnung des Dreiweghahnes dient dazu, um den Dampf des Bremscylinders, nachdem die Regulatorkugeln gesunken sind, wieder den Ausfluß in die freie Atmosphäre zu gestatten.

R.

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