Titel: Ueber die Aufnahme von Tannin durch die Pflanzenfaser.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1877, Band 226/Miszelle 15 (S. 326)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj226/mi226mi03_15

Ueber die Aufnahme von Tannin durch die Pflanzenfaser.

Bekanntlich nimmt die thierische Haut aus wässeriger Lösung Tannin aus und bildet damit eine feste Verbindung, das Leder. A. Müntz (Comptes rendus, 1877 t. 84 p. 955) zeigt nun, daß, während der gewöhnliche Schimmelpilz (Penicillium) glaucum lebend Tannin in Gallussäure und Glycose zerlegt, das todte Mycelium desselben aus wässeriger Lösung 60 Proc. Tannin aufnimmt und dadurch gleichsam gegerbt wird. Höhere Pilse (Agaricus, Boletus) nehmen bis 86 Proc. Tannin auf und werden dadurch lederartig. Auch andere Pflanzenfasern nehmen Tannin auf, und zwar um so mehr, je reicher sie an Stickstoff sind.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: