Titel: Ueber die specifische Drehung des Rohrzuckers.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1877, Band 226/Miszelle 17 (S. 326–327)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj226/mi226mi03_17
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Ueber die specifische Drehung des Rohrzuckers.

Wie Tollens schon früher (1877 223 650) vermuthete, so bestätigen die neuesten Versuche von ihm (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1877 S. 1403) und von M. Schmitz (Daselbst S. 1414), daß das specifische Drehungsvermögen des Rohrzuckers in der That nicht constant ist, sondern mit steigender Verdünnung erheblich zunimmt. Nach Tollens ist die Drehung des Zuckers in zehnprocentiger Lösung α 10D = 66,65°, nach Schmitz im wasserfreien Zustande = 64,156°. Frühere Beobachter fanden folgende Zahlen:

Beobachter. Zucker
in 100cc.
[α]D Beobachtungsjahr.
g
Arndtsen 77,394 67,02 1858
47,276 67,33 1858
33,891 66,86 1858
Wild 30,276 66,417 1865
Tuchschmid 27,441 66,48 1870
Hesse 20,000 66,45 1875
Calderon 19,971 67,08 1876
Krecke 16,470 67,024 1867
Girard und de Luynes 16,350 67,31 1875
Hesse 10,000 66,50 1875
Calderon 9,986 67,12 1876
Hesse 6,000 66,67 1875
Oudemanns jun. 5,877 66,90 1873
Hesse 3,000 67,05 1875
2,000 67,39 1875
1,000 67,95 1875

Tollens schlägt nun vor, die Chemiker möchten sich dahin einigen, daß überall die Drehung einer zehnprocentigen Lösung, die er mit α 10D bezeichnet, als Norm angenommen werde.

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