Titel: Ueber den Heizwerth von Braunkohlen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1877, Band 226/Miszelle 11 (S. 432–433)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj226/mi226mi04_11

Ueber den Heizwerth von Braunkohlen.

Versuche, welche den Zweck hatten, die Heizkraft von böhmischen (Britannia-Stückkohlen) und Habichtswalder Braunkohlen (mittlerer Güte aus dem Schlüsselstolln) in |433| gewöhnlichen Feuerungsanlagen festzustellen, gaben nach Gerland (Wochenschrift des Vereines deutscher Ingenieure, 1877 S. 276) folgendes Resultat.

Die Kohlen wurden in lufttrockenem Zustande in Nuß bis zwei Faust großen Stücken verwendet, ihr Heizeffect durch die Menge des von einem bestimmten Gewichte verdampften Wassers, genauer der Anzahl Wärmeeinheiten, die ein über der verbrennenden Kohlenmenge befindlicher Wasserkessel aufnahm, bestimmt. Mit jeder Sorte wurden zwei Versuche angestellt; bei dem einen verbrannten sie in einem chemischen Ofen von 35cm,5 Höhe, bei dem andern in einem niedrigen eisernen Ofen, bei welchem die Verbrennungsgase durch zwei erst senkrecht, dann horizontal verlaufende Blechrohre abziehen, während der Kessel auf dem horizontalen Theil dieser Rohre stand.

Die Entzündung geschah mittels Hobelspänen und Schmiedekohlen, deren Heizeffect in derselben Weise durch Vorversuche bestimmt war. Das Gewicht einer Beschickung wurde so groß wie möglich genommen. Beide Versuchsarten gaben, wie nachstehende Tabelle zeigt, ein merklich gleiches Verhältniß des Heizwerthes beider Kohlen.

Textabbildung Bd. 226, S. 433
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