Titel: Kohlensäuregehalt der atmosphärischen Luft.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1877, Band 226/Miszelle 16 (S. 555–556)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj226/mi226mi05_16

Kohlensäuregehalt der atmosphärischen Luft.

Aus 49 Kohlensäurebestimmungen, welche P. Truchot (Annales agronomiques, 1877 p. 69) vom 7. Januar bis 14. April 1876 in Clermont ausführte, ergaben sich als Grenzwerthe an schönen Tagen 2,1 und 4,2, im Mittel 3,3 auf 10 000 Vol. Luft (vgl. 1877 223 553). An Regentagen erhielt er 4,2 und 5,1, im Mittel 4,6 und an Tagen, wo der Boden mit Schnee bedeckt war, 4,4 und 8,7, im Mittel 5,6 Vol. Kohlensäure.

Weitere Beobachtungen ergaben, daß bei Abnahme des Luftdruckes der Gehalt an Kohlensäure stieg, wahrscheinlich aus dem Grunde, weil bei niederem Barometerstand ein Theil der kohlensäurereichen Bodenluft in die Atmosphäre entweicht. Den |556| hohen Kohlensäuregehalt der Lust, wenn die Erde mit Schnee bedeckt ist, erklärt Truchot dadurch, daß 1k Schnee im Mittel 25cc,5 Kohlensäure aus der Atmosphäre dem Boden zuführt und so den Gehalt der umgebenden Luft an diesem Gase vermehrt.

Abgesehen von diesem Einfluß des Schnees enthält die Atmosphäre im Winter nicht mehr Kohlensäure als im Sommer, trotz des fehlenden Pflanzenwuchses.

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