Titel: Anwendung von sauerstoffreicher Luft in Gebläseöfen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1877, Band 226/Miszelle 7 (S. 551)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj226/mi226mi05_7

Anwendung von sauerstoffreicher Luft in Gebläseöfen.

C. Hornbostel in Brooklyn will ein Mittel gefunden haben, um die Gebläseluft ohne Anwendung einer erhöhten Temperatur mit Sauerstoff zu schwängern. Nach seinen im Scientific American Supplement, August 1877 S. 1321 gemachten Mittheilungen läßt er einen Windstrom auf ein Gemenge von Schwefelsäure mit reinem Braunstein stoßen. Das Verhältniß der beiden letztem Substanzen ist hierbei so gewählt, wie es zur Sauerstofferzeugung, unter Hinterlassung von möglichst wenig Rückstand, sein muß. Das Gefäß, welches die Mischung enthält, wird vollständig überdeckt und nimmt nur die senkrecht auf den Boden desselben gerichtete Windeinströmungsdüse sowie das Ableitungsrohr für die oxydirte Luft auf. Durch die in Folge der Pressung bewirkte innige Berührung der Luft mit den gaserzeugenden Materialien soll hierbei auch ohne Erwärmung eine vollständige Entbindung von Sauerstoff vor sich gehen nach der Formel MnO₂ + SO₃ = MnO, SO₃ + O. Die Richtigkeit des Vorhergehenden vorausgesetzt, würde solche Gebläseluft selbstredend einen viel höheren Nutzeffect haben und nebenbei der Vortheil entstehen, daß zur Erzeugung des Sauerstoffes ein wenig kostspieliges Gefäß aus Holz oder Blei anstatt des theuren Glases oder Platins verwendet werden kann.

–r.

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