Titel: Die Holzgewächse der höchsten Punkte der Erde.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1877, Band 226/Miszelle 10 (S. 643)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj226/mi226mi06_10

Die Holzgewächse der höchsten Punkte der Erde.

Aus einer Zusammenstellung der Holzgewächse, welche in den verschiedenen Erdtheilen bis zu 5500m Meereshöhe wachsen, schließt Göppert (Berichte der botanischen Section der schlesischen Gesellschaft für vaterländische Cultur, 1876 S. 152), daß auf der ganzen Erde die Coniferen oder Nadelhölzer als letzte oder am höchsten vorkommende Bäume erscheinen, und zwar in der nördlichen Halbkugel Abietineen, in der südlichen Cupressineen und Taxineen, wie z.B. in Chili. Als Sträucher spielt diese große natürliche Ordnung die nämliche Rolle, Abietineen in der nördlichen und Cupressineen in der südlichen Halbkugel. Es sind ihnen insgesammt nur die Ericaceen an die Seite zu stellen, die sie in räumlicher Ausdehnung wegen des so großartigen geselligen Wachsthums der einzelnen Arten sicher noch weit übertreffen, wie die Rhododendreen und die Vaccinieen in der nördlichen Halbkugel, denen sich stellvertretend noch die Thibaudien, Befarien u.s.w. in der südlichen hinzugesellen. Als ein der gesammten übrigen hochalpinen Flora ganz fremdes Element treten nur in den südamerikanischen Anden Compositen als Bäume und Sträucher auf, wie Stevien, Baccharis und die Espeletien.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: