Titel: Arloninschwarz, direct auf Wolle gefärbt.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1877, Band 226/Miszelle 21 (S. 647–648)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj226/mi226mi06_21

Arloninschwarz, direct auf Wolle gefärbt.

Dieses neue, für die Wollfärberei bestimmte Product wird unter Zusatz von Oxalsäure und Schwefelsäure bei einer Temperatur von 80° in der Farbflotte gelöst, |648| welche dadurch eine gelbliche Färbung erhält. Auf 100k Wolle kommen 80 bis 90k Arlonin (100k zu 28 M.), 4 bis 5k Oxalsäure, 1k Schwefelsäure und 5k Sumach. Ist man mit der Waare in das Bad eingefahren, so geht man nach ungefähr 10 Minuten zum Kochen, und läßt 1 Stunde sieden. Sollte die Flotte eine grünliche, bläuliche oder schwärzliche Färbung annehmen, so muß mehr Säure zugefügt, gleichzeitig aber ein Ueberschuß derselben vermieden werden. Dann wird langsam etwas Sodalösung zugesetzt und noch 1/2 Stunde auf der Temperatur geblieben, bis die Wolle satt und tiefschwarz gefärbt erscheint.

Dieselbe Flotte kann für weitere Färbungen benutzt werden, welche alsdann eine geringere Menge Farbmaterial erfordern. Für 100k Wolle werden weiter hinzugefügt: 60 bis 70k Arlonin, 2,5 bis 3k Oxalsäure und 0k,75 Schwefelsäure. Eine dritte Färbung verlangt noch geringere Mengen Zusatz.

Das neue Schwarz soll sich nach dem Teinturier pratique durch besondere Reinheit der Nüance, sowie durch Billigkeit und Echtheit auszeichnen; doch empfiehlt sich seine Anwendung nur für die Färberei im Großen. Im Uebrigen erinnert es lebhaft an das S. 560 d. Bd. besprochene „directe Schwarz“.

Kl.

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