Titel: Gould's Zinkenschneidmaschine.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1878, Band 228 (S. 213–214)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj228/ar228066

Gould's Zinkenschneidmaschine.

Mit Abbildungen auf Tafel 16.

Die kleine, in Fig. 1 bis 5 Taf. 16 dargestellte Zinkenschneidmaschine verdient nach Felix Reifer1) ihrer Einfachheit halber besondere Aufmerksamkeit.

a und b sind Wellen, an welchen je neun Kreissägeblätter in bestimmten gleichen Abständen aufgesteckt werden. Die auf der Welle a befindlichen Sägeblätter haben sämmtlich 120mm Durchmesser; die auf der Welle b sitzenden sind verschiedener Gröſse und hat das kleinste am Vorderende 105mm, das gröſste am entgegengesetzten Ende aufgesteckte 237mm Durchmesser. Die Durchmesser der sieben anderen zwischen dem ersten und neunten Kreissägeblatte auf der Welle b befindlichen Sägen sind durch die Mantelfläche des abgestutzten Kegels, dessen Deckelfläche und Boden das erste und neunte Sägeblatt bilden, begrenzt. Die Entfernung zwischen dem ersten und letzten Blatte beträgt sowohl bei den auf der Welle a, als den auf der Welle b aufgesteckten Sägeblättern 165mm.

Zu beiden Seiten des Gestelles A (Fig. 1 und 2) befinden sich bewegliche Tische B, auf denen in Coulissen und Führungen dreh- und verschiebbare leichte Supporte angebracht sind. Der Support C wird, wenn das mit Zinken zu versehende Bretchen auf demselben richtig befestigt ist, senkrecht zur Mantelfläche des Kegels mn unter |214| die Kreissägen auf die Tiefe des zu schneidenden Zinkenloches untergeschoben, der ganze Tisch B dann bis über die Mitte der rotirenden Sägen gehoben, wodurch die halbe Zinkenkerbe sich ausschneidet, wie dies in Fig. 2 gezeigt ist. Das Bretchen wird hierauf auf die entgegengesetzte Flachseite umgedreht und der zweite, in Fig. 2 punktirte Theil der Zinkenkerbe in der gleichen Weise eingeschnitten, wodurch die Zinkenkerbungen sodann die in Fig. 3 dargestellte fertige Form erhalten.

Die Zinkenzapfen werden auf der entgegengesetzten Seite bei den auf der Welle a aufgesteckten Kreissägen erzeugt, indem man den Support D (Fig. 5) unter den gleichen Winkel, unter welchem die Zinkenkerben geschnitten sind, schräg einstellt, hierauf das mit den Zapfen zu versehende Bretchen auf denselben spannt und den Support auf die Zapfenlänge unter die Kreissägen hinschiebt, sodann den ganzen Tisch B vor die rotirenden Sägen nach aufwärts bewegt. In dieser Weise sind die Seitenflächen der Zinkenzapfen von der einen Seite hergestellt. Die zweite Seitenfläche der Zapfen wird auf die gleiche Art erzeugt – mit dem Unterschiede, daſs der Support D auf die entgegengesetzte, in Fig. 5 mit punktirten Linien angedeutete Lage vorerst gebracht werden muſs, so daſs, wenn die erste schräge Lage desselben nach rechts war, die hierauf folgende nach links sein wird. Fig. 4 zeigt die Form der fertigen Zinkenzapfen in der Vorderansicht und Drauſsicht.

Die benutzten Kreissägen haben eine Dicke von etwa 5mm, weshalb die Zähne der auf der Welle b aufgesteckten Sägeblätter einseitig nach der Erzeugenden der Mantelfläche des Kegels zugeschliffen sind.

Diese Maschine ist einfach, stark, doch dürfte sie mancher Verbesserung fähig sein; so z.B. wäre es leicht, an derselben die Einrichtung zu treffen, daſs man beide Seiten sowohl der Zinkenkerbe, als auch des Zapfens auf einmal anschneidet, wodurch die Arbeit des Umdrehens und des Umspannens des zu verzinkenden Holzstückes wegfallen und die ganze Arbeit bedeutend vereinfacht würde.

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Vgl. den sehr beachtenswerthen Bericht über die Weltausstellung in Philadelphia 1876 Heft 6: Holzbearbeitungsmaschinen mit einem Anhang über Werkzeugmaschinen für Steinbearbeitung, von Oberingenieur Felix Reiſer. Mit 28 Textfiguren und 7 Tafeln. (Wien 1877. Faesy und Frick.)

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