Titel: Ueber Plastilina.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1878, Band 228/Miszelle 20 (S. 96)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj228/mi228mi01_20

Ueber Plastilina.

Nach einer Notiz von F. Giesel (1878 227 587) besteht die unter dem Namen Plastilina im Handel vorkommende und als Ersatz des Modellirthones dienende plastische Masse aus einem Gemisch von Fettsäuren und Fett, Zinkoxyd, Schwefel und Thon. Hierbei ist zu bemerken, daſs, wie es scheint, unter demselben Namen auch andere gleichen Zwecken dienende plastische Massen vorkommen. Oberst v. Cohausen1) führt in seinem Bericht über die Thonwaaren auf der Wiener Weltausstellung von 1873 an, daſs L. Giudice aus Genua unter dem Namen „Plastilina“ einen Modellirthon ausgestellt habe, der nicht mit Wasser, sondern mit Glycerin angemacht worden sei und deshalb seine Plasticität beibehalte. Die Anwendung des Glycerins zur Herstellung der Plastilina rührt meines Wissens von Barreswill her, und bereits in der Mitte der Fünfziger Jahre wurde von dem mit Glycerin versetzten Modellirthone von dem Modellirlehrer Heller in Nürnberg beim Unterrichte Gebrauch gemacht.

Würzburg, 9. April 1878.

R. v. Wagner.

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Vgl. Amtlicher Bericht über die Wiener Weltausstellung im J. 1873 (Braunschweig 1874), Bd. 2 S. 414.

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