Titel: Zur Weinfälschung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1878, Band 228/Miszelle 19 (S. 190–191)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj228/mi228mi02_19
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Zur Weinfälschung.

Dem Finanzausschuſs des ungarischen Reichstages ist nachstehender Gesetzentwurf zur Verhinderung von Miſsbräuchen beim Weingeschäft vorgelegt worden: § 1. Wer über die Natur, Eigenschaft oder den Ursprung auf dem ungarischen Krongebiet erzeugter Weine den Käufer irreführt, wird, insofern diese Handlung nicht einer Ahndung durch das Strafgesetz unterliegt, mit Gefängniſs bis zur Dauer eines Jahres bestraft. Bei mildernden Umständen kann statt der Gefängniſsstrafe eine Geldstrafe bis zur Höhe von 1000 Gulden in Anwendung kommen. § 2. Mit der im vorangehenden Paragraphen festgesetzten Strafe wird speciell jener Verkäufer belegt, der 1) dem Weine der Sorte nach eine Qualität zuschreibt, die er nicht besitzt; 2) den Wein hinsichtlich der durch die Praxis festgestellten Weingegenden für den einer Gegend ausgibt, in welcher er nicht gewachsen ist; 3) den nachgemachten Wein für echt erklärt; 4) den Wein mit einem fremden Namen oder einer fremden Firma bezeichnet oder unter solcher verkauft.

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