Titel: Zur Kenntniſs der Vulcane.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1878, Band 228/Miszelle 4 (S. 376)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj228/mi228mi04_4

Zur Kenntniſs der Vulcane.

Einem Bericht über die letzte Eruption des 5943m hohen Riesenvulcans Cotopaxi in Ecuador am 26. Juni 1877 von Th. Wolf (Neues Jahrbuch für Mineralogie, 1878 S. 113) entnehmen wir die Mittheilung, daſs die Wasser- und Schlammmassen, welche bei den Eruptionen die Umgegend verwüsten, nicht aus dem Vulcan stammen, wie bisher angenommen wurde, sondern durch Abschmelzen der gewaltigen, am Berge lagernden Schneemassen entstehen. Die Spitze des Berges zeigte zahlreiche, bis 150° warme Fumarolen von Chlorwasserstoffgas. Hierdurch scheinen sich die Beobachtungen Deville's am Vesuv und die Theorie Bunsen's zu bestätigen, nach welchen ein und derselbe Vulcan verschiedene Gase liefert, Je nach dem Thätigkeitszustand, in dem er sich befindet: Chlor bezeichnet das intensivste Stadium der Ausbruchsthätigkeit, schweflige Gase einen abgeschwächten Zustand und Kohlensäure das Absterben der vulcanischen Thätigkeit.

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