Titel: Kohlepapier ohne Chrombad empfindlich zu machen; von Dr. v. Monckhoven.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1878, Band 228/Miszelle 10 (S. 476)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj228/mi228mi05_10

Kohlepapier ohne Chrombad empfindlich zu machen; von Dr. v. Monckhoven.

Man tauche gewöhnliches Kohlepapier in eine 20proc. wässerige Lösung von citronsaurem Eisenoxyd-Ammoniak, trockne es im Dunkeln, belichte es im Copirrahmen, befeuchte es und bringe es wie üblich auf die Glasplatte. Beim Entwickeln mit warmem Wasser wird kein Bild sichtbar. Wenn man aber nach dem Belichten das Papier anstatt in Wasser in Auflösung von dichrom-sauren Kali taucht, sofort auf das Glas bringt und in warmem Wasser entwickelt, erhält man ein Bild dadurch, daſs die Lichtwirkung vom Eisensalz auf das Chromsalz sich überträgt. An Stelle des dichromsauren Kalis kann man auch Quecksilberchlorid oder andere Salze nehmen. Nimmt man Tannin, so kehrt sich die Lichtwirkung um, anstatt eines Positivs erhält man ein Negativ. Statt des Eisensalzes kann man auch andere Metallsalze anwenden, deren Basen verschiedene Oxydationsstufen besitzen. Was mir bei diesem Verfahren die gröſste Schwierigkeit verursacht, war die Bewahrung der Halbtöne. (Photographisches Archiv, 1878 S. 73.)

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