Titel: Giftiger Honig.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1878, Band 228/Miszelle 12 (S. 556–557)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj228/mi228mi06_12

Giftiger Honig.

Ein Krankheitsfall, welcher den Kriegs-Correspondenten der Daily News vor Kurzem in Armenien befiel, erinnert wieder an die schon lange bekannte, aber wieder in Vergessenheit gekommene Thatsache, daſs der Honig mitunter giftige Eigenschaften besitzt. Der Correspondent trank nämlich Wasser, welches mit Honig versüſst worden war, und wurde bald darauf von Kopfweh, Brechen, Kälte in den Extremitäten, temporärer Blindheit befallen und wäre beinahe gestorben. Man hatte erst Verdacht gegen den Gastwirth wegen absichtlicher Vergiftung, und er wurde arretirt; aber bei der Prüfung des Honigs, der aus dem Thale Batum war, wo Schierling und Bilsen in Menge vorkommen, erkannte |557| man dabei die Quelle des Erkrankens. Es ist bemerkenswerth, daſs dieser Vergiftungsfall sich nur wenige Meilen von der Stelle erreignete, wo vor mehr als 2000 Jahren die 10000 Griechen auf ihrem Rückzuge unter Xenophon bekanntlich das gleiche Unglück hatten. (Industrieblätter, 1878 S. 182.)

Suche im Journal   → Hilfe
Stichwortwolke
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: