Titel: Ueber den Nachweis von Surrogaten im gemahlenen Kaffee.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1878, Band 228/Miszelle 13 (S. 557)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj228/mi228mi06_13

Ueber den Nachweis von Surrogaten im gemahlenen Kaffee.

Qualitativ läſst sich Roggen und Cichorien durch das Mikroskop nachweisen; um auch Anhaltspunkte für die quantitative Bestimmung dieser Zusätze zu gewinnen, hat C Krauch (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1878 S. 277) die wichtigsten Bestandtheile mehrerer Kaffeesorten, der Cichorie, des Roggens und Weizens bestimmt. Die Resultate sind in folgender Tabelle zusammengestellt, berechnet auf 100 Th. frischer Substanz.



Verschiedene Kaffesorten, gebrannt
Cichorie,
gebrannt
Cichorie,
ungebrannt
Roggen,
gebrannt
Weizen,
gebrannt
Kaffee mit 10 Proc.
Roggen, gebrannt
Kaffee mit 10 Proc.
Cichorie, gebrannt
I II III IV V
Wasser 1,55 4,37 1,53 1,47 1,57 4,30 6,89 0,28 2,15 2,30
Asche 4,43 4,33 4,78 6,29 4,13 10,37 4,99 2,24 2,75 4,22 4,90
Fett 14,55 11,25 13,63 13,33 14,83 1,10 0,41 1,67 1,80 13,80 12,27
In Wasser löslich. 24,821 62,60 73,29 31,84 52,65 25,39 29,93
In Wasser unlöslich 73,63 33,10 19,82 67,88 47,35 72,86 67,77
Zucker 0,2 22,40 22,20 0,19 2,25
Zucker nach Kochen
mit verdünnter SO3
24,21 21,19 75,16 28,97 22,62

Hiernach eignet sich der Gehalt an Fett, Zucker und an wasserlöslichen Stoffen zur quantitativen Bestimmung der Verfälschung.

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