Titel: Ueber das atmosphärische Wasserstoffhyperoxyd.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1878, Band 228/Miszelle 9 (S. 555–556)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj228/mi228mi06_9

Ueber das atmosphärische Wasserstoffhyperoxyd.

E. Schöne hat seine Untersuchungen über das atmosphärische Wasserstoffsuperoxyd (vgl. S. 382 d. Bd.) fortgesetzt und kommt zu dem Schluſs, daſs je höher über der Erdoberfläche sich die Verdichtung des atmosphärischen Wasserdampfes vollzieht, desto reicher im Allgemeinen der daraus gebildete |556| Niederschlag an Wasserstoffhyperoxyd ist. Der Regen hat sich als weit reicher an Hyperoxyd erwiesen als der Schnee; aus der Meteorologie ist aber bekannt, daſs die Regenwolken in der Luft höher schweben als die Schneewolken. Nebel und Eisnadeln, welche sich sehr nahe an der Erdoberfläche bilden, sind im Allgemeinen sehr arm, und der auf der Erdoberfläche selbst sich condensirende Thau und der Reif geben niemals Reactionen auf Wasserstoffhyperoxyd. Je schneller im Allgemeinen die Wiederverdichtung des vom Erdboden verdampften Wassers eintritt, und in je geringerer Entfernung vom Orte der Verdampfung sich diese Wiederverdichtung vollzieht, desto ärmer ist der entstehende Niederschlag an Hyperoxyd; Thau, Reif, der beim Erscheinen einer kalten Luftschicht über warmem feuchtem Boden entstehende Nebel, ebenso wie die unter ähnlichen Umständen sich bildenden Eisnadeln sind entweder frei von Hyperoxyd oder doch arm daran; derjenige Nebel dagegen, welcher bei Eintritt von warmem feuchtem Wetter nach kaltem erscheint, ebenso der unter ähnlichen Umständen erscheinende, nicht durch Wärmeausstrahlung bedingte Thau des Sommers, sowie auch der Rauhfrost und das Glatteis des Winters sind reicher; noch mehr enthalten aber der Schnee und Regen. (Nach den Berichten der deutschen chemischen Gesellschaft, 1878 S. 874.)

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