Titel: Muencke's Bürettenträger.
Autor: Muencke, Robert
Fundstelle: 1878, Band 229 (S. 366–367)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj229/ar229134

Bürettenträger von Rob. Muencke.

Mit Abbildungen.

Textabbildung Bd. 229, S. 366
1) Auf der vertieften Oberfläche eines runden guſseisernen Fuſses von 210mm Durchmesser ist eine Milchglasplatte aufgekittet, deren mittlere Oeffnung der Gröſse der centralen Scheibe des Fuſses entspricht, in welche der 700mm lange und 10mm starke Messingstab geschraubt ist, der nach Bedarf auch von einem guſseisernem Dreifuſs getragen werden kann. Ueber den Messingstab läſst sich ein 200mm langes Messingrohr schieben, das an beiden ringförmig verstärkten Enden je 4, 6 oder 8 Messingarme trägt, von denen die am oberen Ende befestigten 22mm weite, die am unteren 9mm weite und 5mm hohe Ringe tragen. Die Arme, deren Länge dem halben Radius des Fuſses entspricht, sind möglichst senkrecht über einander und centrirt in die verdickten Enden geschraubt und verlöthet. Die oberen weiteren Ringe nehmen einfache Korkscheiben von etwa 8mm Dicke auf, welche den Durchmessern der zu befestigenden Büretten entsprechend durchbohrt sind.1) Damit die Scale an den Ringen nicht verdeckt werde, sind diese an der nach vorn zugewendeten Seite etwa 5mm weit ausgeschnitten und diesen Ausschnitten entsprechend ebenfalls die Korkscheiben. Durch einen einfachen Ring mit seitlicher Schraube läſst sich der Bürettenträger an dem Messingstabe in beliebiger Höhe einstellen und um seine Achse drehen.

2) Auf einem eichenen Grundbret oder auf lackirter guſseiserner Platte von 435mm Länge und 150mm Breite befinden sich etwa 300mm von einander entfernt zwei messingene, 700mm lange und 10mm starke Messingstäbe, zwischen denen sich drei schwarz lackirte eiserne oder schwarz gebrannte messingene Schienen mittels offener Muffen befestigen lassen. Die obere Schiene ist 30mm breit und 3mm dick; sie ist mit sechs gleichgeformten, 22mm weiten, kreisrunden, einseitig geöffneten und je 22mm von einander entfernten Ausschnitten versehen. Die beiden unteren 2mm starken Schienen enthalten je sechs kreisrunde Oeffnungen von 9 bezieh. 5mm Durchmesser, deren Mittelpunkte genau denen der oberen Schiene entsprechen. Zur Befestigung der |367| verschieden weiten Büretten in der oberen Schiene dienen, wie bei vorstehend beschriebenem Träger, Korkscheiben von etwa 8mm stärke deren jede dem Durchmesser der betreffenden Büretten entsprechend durchbohrt ist. Auch hier sind die Korkscheiben 5mm weit ausgeschnitten, um die Theilung der Burette der ganzen Länge nach sichtbar zu lassen Die mittlere Schiene vermittelt die senkrechte Stellung der Büretten, während die untere Schiene den Ausfluſsspitzen der Büretten eine senkrechte Stellung gibt.2)

Textabbildung Bd. 229, S. 367

Berlin, August 1878.

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Diese durchbohrten Korkscheiben sind rascher und leichter herzustellen als die von Pribram in der Zeitschrift für analytische Chemie, 1873 S. 299 beschriebenen Holzringe.

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Diese Bürettenträger sind durch Warmbrunn, Quilitz und Comp., Berlin C. Rosenthalerstraſse 40, zu beziehen.

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